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Edathy und die SPD: Erbärmlich!

(hp) Die zwei Pädophilen, die ich seit vielen Jahren kenne, sind arme Schweine. Ihre unglückliche Veranlagung bekämpfen sie beide dadurch, dass sie sich in ihre berufliche Arbeit verkrallen und hoffen, dass sie einer normalen Sexualität fähig werden. Dem einen – nennen wir ihn Franz – ist eine Art Ausstieg gelungen: Anstatt zu kleinen Jungs fühlt er sich seit einiger Zeit dem schwulen Rainer (34) so eng verbunden und verliebt, dass ihm kleine Kinder wurscht geworden sind. Rainer ist Lehrer von Beruf und hat, dank einer liberal gewordenen Schulverwaltung,  nie ein Hehl aus seinem Schwulsein machen müssen. Der Therapeut, den die beiden in Köln gefunden haben, meint, solange sich Franz von seinem erwachsenen Partner geliebt fühlen kann, werde die pädophile Neigung im Hintergrund eingekapselt bleiben.

Nicht alle pädophil Veranlagten haben solch ein Glück. Ob der Kinderfotokäufer Sebastian Edathy wirklich pädophil ist, ist meines Wissens noch nicht erwiesen. Außerdem ist mir nicht bekannt, dass er sich an einem Kind vergriffen hätte. Doch was machen die Gabrieliten der SPD? Sie geben Edathy zur öffentlichen Vernichtung frei. Und einige Scharfnasen der Partei behaupten, ein Edathy passe nicht in die Sozialdemokratie.

Ich komme mir vor wie im Zeitalter der Hexenverbrennungen, als – Beispiel Gent und Zürich – reihenweise Mönche auf den Scheiterhaufen geschickt wurden – egal, ob sie sexuell widernatürlicher Handlungen überführt worden waren oder nicht. Da lobe ich mir den damaligen Bischof von Mainz, der Klosterbrüdern den allabendlichen Genuss zweier Krüge Wein verordnete, damit sie nicht auf penetrierende Gedanken kämen. Das war sympathische Humanität auf rheinisch. Etwas mehr Aufgeschlossenheit würde ich mir auch für heutige Reaktionen  wünschen, falls gegen irgend jemanden ein Verdacht hochkommt.

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„Sozis, i bitt euch, seid’s keine Trottel!“

(rm) Dieser Satz stammt von einem prominenten österreichischen Sozialdemokraten. Ausgerufen und vielfach nachgedruckt wurde diese Aufforderung in einer für den damaligen Kanzler Bruno Kreisky schwierigen Situation, die durch Flügelschläge und parteiinterne Extrempositionen innerhalb der SPÖ ausgelöst worden war. Ich möchte den Satz nach dem Augsburger Parteitag in SPD-Ohren implantieren, weil nun die Zeit gekommen ist, in der es ums Ganze geht.
Die miesen Umfragewerte für Steinbrück sagen wenig aus. Wesentlich scheint mir der Auftritt der Gesamtpartei: Bin ich in der SPD besser aufgehoben als in der CDU? Das ist die Frage. Noch so berechtigte Kritik an der Art und Weise, wie Merkel und Schäuble und Rösler & Co. den deutschen Karren ziehen (lassen), nur den wachsenden Wohlstand der oberen Hunderttausend im Auge haben und die sozialen Ausfransungen am unteren Ende der sozialen Leiter ignorieren und gesundbeten und um Ruhe bemüht sind, reicht nicht. Für Rot-Grün braucht es weit mehr:
*** Eure schärfsten Sieg-VerhindererInnen sind die süd- und südwestdeutschen  Rentnerinnen und Rentner.
Das sind viele hunterttausend Leute, die immer noch der Kohlschen Zeit nachweinen und in der Merkel-
Schäuble-Truppe das alternativlose Glück sehen. Alles was nur rötlich schimmert, ist für sie Gift, ausgenommen die Geranien auf den Balkonen.
**** Die Kampfagne der Springer- und der springernahen Medien gegen eine nicht-liberale Koalition wird Euch
bis zum letzten Tag Schwierigkeiten machen.
***Versucht, optisch sympathische, aber nicht allzu junge Funktionäre aller Ebenen in die Vordergründe der
Medien zu schicken. Delegiert gut aussehende Männer jeden Alters an die Badeseen (siehe unten),  lockt die Provinzpresse zu allen möglichen Auftritten, lasst Flüsse durchschwimmen usw. Besucht mit Lokaljournalisten Krankenhäuser, Altenwohnungen, Pfarrkindergärten, Bauern, Wochenmärkte, Schulen…
*** Inszeniert Schulaufsatz-Wettbewerbe à la „Wie ich mir meine Zukunft/meine Familie/meinen Mann… vorstelle, für 7- bis 10-jährige Mädchen und Jungs. Ihr glaubt nicht, welches publizistische Echo mit anonymisierten Kinderaufsätzen zu den jeweiligen Themen in der Provinzpresse erzielt werden kann. Leitmotiv: Wir sorgen uns um unsere Zukunft, um die unserer Kinder. – Sowas zieht, weit über die mächtigen Wählergruppen der Eltern und der Älteren hinaus. Lasst es menscheln!
100 weitere Vorschläge, realisier- und medial verwertbar, dürfen von unserer Verlagsrunde kostenlos abgefordert werden.
*** Lasst euch die (unbequemen) Grünen-Themen wie Asyl nicht künstlich aufdrängen, obwohl ihr
den glaubhaften Eindruck pflegen müsst, dass ihr – und zwar alle von euch! – grundsätzlich seit je für mehr Menschlichkeit gegenüber Unterprivilegierten seid.
Liebe Verantwortlichen der SPD: Holt Euch zusätzlich zu den „Profis“ jüngere PR-Leute. Da kann, wenn ihr’s richtig macht, Originelles rauskommen. Stichwort „Vieles ist aus dem Lot / Abwahl tut not!“

So gewann Jörg Haider einst die österr. Frauen für seine Partei...

So gewann Jörg Haider einst die österr.  Frauen schlagartig  für sich…

 

 

 

 

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SPD in der Bert-Brecht-Stadt Augsburg

POSADA Kopie

(gj) An der Fassade der Botschaft Mexikos an der Berliner Klingelhöferstraße 3, direkt an der CDU-Bundeszdentrale, hängt ein riesiger Stoffposter mit einem der berühmtesten Motive von Posada.  Im Radio wird zum x-tenmal der morgige SPD-Programmparteitag in Augsburg angekündigt. Weshalb gerade die Geburtsstadt der weltweit größten Kommerz-Heuschrecke Fugger (Jakob & Nachf.) gewählt wurde, habe ich nicht nachgefragt. Tröstlich: Auch Bertold Brecht wurde in dieser feinen Stadt geboren. Besteht die Hoffnung, dass mehr Brecht als Fugger über der Versammlung schweben möge. Was dort ausser einer Art Rütlischwur passieren wird, das werden wir rechtzeitig erfahren. Wäre zu hoffen, dass genügend Munition für Steinbrück geschmiedet bzw. gegossen werden wird…

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Volks(wirtschafts)kanzler Steinbrück?

hamse schon mal seine gestik beachtet und versucht, in seine augen zu schaun?
wenn er mit dem arm ausholt, werden sie sehr klein, die steinbrückschen augen und ein bankier wird erkennbar, ein pragmatisch moderner, anders als sein ahn delbrück, dem es eine mission war, eine bank zu gründen, die aller ehren wert sein sollte.

hamse bei peer schon mal soziales herzblut erkennen können? oder gar sozialdemokratisches? volkswirtschaftler gehören, finde ich, als berater von entscheidern (und entscheiderinnen) in die zweite reihe.

fazit: was wird noch über die schmalen lippen kommen, scharfäugig und an den herzen eventueller wählerinnen und wähler vorbei, bevor der mann selbsteinsichtig und pragmatisch erkennt, dass seine nominierung… Sie wissen schon, verehrte Leserinnen und Leser!  (hp)

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Fad und ohne Sieger-Energie: die sog. SPD

Kompromisse, Herr Steinmeier, geht man nach einer Wahl ein. Weshalb spalten Sie die ohnehin schon mehrfach gespaltene SPD, die heute für Millionen nur mehr dem Namen nach erkennbar ist? Weshalb nicht auch die Reichen-Steuer? Waren Sie noch nie in Skandinavien? Oder haben Sie jemals gelaubt, dass die „Reichen“ die SPD wählen würden – Ausnahmen bestätigten die Regel. Früher. Heute nicht mehr. Und dann die Generalsekretärin, der man ein sozialkritisches Innenleben immer schwerer abnimmt. Ich denke da gar nicht an Ihre Traditionswähler im Pott. Bedarf es wirklich Ihres Hamburger Säulenheiligen, an dessen Lippen wir alle gern hängen – auch die Reichen -, um wieder zu lernen, was Sozialdemokratie heißt?

Konkret: Wie unglaubwürdig Frau Nahles auf die Frage, ob Steinbrück der Kanzlerkandidat der SPD sei, antwortet, wissen wir. Es gibt nichts am Horizont, was auch nur annähernd an Steinbrück herankäme. Dieser Steinbrück wird „machen“ müssen ab 2013. Und als Kanzler wär‘ er mir lieber denn als Finanzminister einer schwarz/tiefschwarz/roten Koalition. Sein Gesellenstück hat er in der ersten Merkel-Crew prächtig abgeliefert. Man hat ihn, der Schärfe und Fairness aufs Beste verbindet, noch in positiver Erinnerung. Auch die „Reichen“. Also warten Sie, Herr Steinmeier, mit Ihrem diplomatischen Kompromiss-Postulat und helfen Sie, den Kanzlerthron für Steinbrück zu schmieden. Und sagen Sie Herrn Gabriel, er möge die Dame Nahlesauf Wahlsieg pushen und ihr lästiges Herumgedruckse verbieten.

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