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Steinbrücks allzu spätes Eingeständnis

(rp) Als Kanzlerkandidat war er von der ersten Stunde an eine Fehlbesetzung. Seine „Prominenz“ hatte die SPD mangels anderer Spitzenfunktionäre aus der vorherigen Koalition konstruiert. Allein Steinbrücks Auftreten war ein Sargnagel für die (seinerzeitige) Arbeiterpartei, denn er kam an wie ein altbackener Bankier der kalten Art. Die spitzen Bemerkungen Steinbrücks wurden zwar gelegentlich als originell, aber vornehmlich als arrogant empfunden usw.usf. So war es, trotz viel Spötteleien gegenüber „Mutti“, auch für Sozis alternativlos, dieser Kanzlerin weiterhin zu vertrauen. Ihre Rauten-Marotte und die immer wieder treuherzig gekniffenen Augen schufen auch bei den Sozen mehr Sympathie und (Herzens-)Klugheit als das Expertenimage von Peer Steinbrück. Da half keine Bejubelung und auch nicht die (viel zu späte) Bekanntgabe seines Teams, wobei der Gewerkschafter Wiesehügel der einzige war, dem man ein An- und Zupacken zugetraut hätte. Wie weit der Uralt-Ex-Kanzler Schmidt von seiner Partei entfremdet war und ist, bewies er durch seine Empfehlung, Steinbrück  sei das beste Rennpferd für die Wahl. Die Skeptiker in der Partei, die das gar nicht gut fanden, wurden als Miesepetrige in die Ecke gestellt.

Die SPD wird, ob sie will oder nicht, trotz ihres koalitionsgetreuen Chef-Diplomaten Steinmeier, eine Zwanzigprozentpartei bleiben. An ihrer Spitze leuchtet nichts, nicht einmal eine Unperson. Frau Nahles hat den Charme einer arroganten Nachbarin, der man vielleicht die Haustür aufhält, sie aber nicht zu einem Plausch einlädt. Und Manuela Schlesig? Diese Frau würde ich zu einem Kaffee einladen, aber ohne ihr die Haustür offen zu halten. Dann noch der Fraktionsvorsitzende Oppermann mit seiner melodiefrei gehauchten Stimme: ein für den Wähler politisches Neutrum wie etliche andere aus der Riege. Unter den anderen, die da sozialdemokratisch im Bundestag kreuchen und fleuchen, stechen nicht einmal eine Handvoll jüngerer Hinterbänkler heraus, die, ohne populistisch zu werden, das Attribut „populär“ verdienen würden. Ein sozialdemokratisches Gegenstück etwa zu Jens Spahn (CDU)  gibt es nicht, und der wegen seiner offensichtlichen unglücklichen Veranlagung bekannt gewordene Edathy trat sich selbern ins Jammertal.

Die Bundes-SPD besitzt zurzeit keine Kämpfernaturen. Bleibt also nur der Auf- und Hilferuf, solche in der Provinz aufzustöbern und aufzubauen. Für 2017 ist es sowieso chancen- d.h. alternativlos, solange nicht etwa ein CDU/CSU-Sptzenmann wegen millionenschwerer (Steuer- oder anderer) Betrügereien auffliegt. Aber da hat ja Mutti samt ihren bewährten Scharfrichtern Schäuble und Kauder die Hand drauf.
P.S. Im übermorgen erscheinenden SPIEGEL kann man das ganze Geständis des nunmehrigen Ukraine-Fond-Managers Steinbrück lesen. Ihm ist zu wünschen, dass er in dieser weitaus besser passenden Funktion Erfolg haben möge.

 

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Alles Gute der Mutti zum Muttitag!

(hp) Über allen Wipfeln ist Ruh. Wie vor jeder Bundeswahl wurde von den Medien den Nicht-CDU/CSU-Parteien eine oder mehrere Klatschen verpasst, zum Teil aus deren eigener Schuld. Der geborene Bankierssohn Peer Steinbrück und aktueller SPD-Kandidat wurde zuletzt Opfer eines lächerlichen Fingerzeiges, der hochgespielt wurde – nicht nur von der Springer-Presse. Den Herrn Trittin holte die Jugendsünde unkontrollierter Toleranz während der Gründungsphase seiner Partei ein. Gregor Gysi, einer der wenigen aus der Gruppe der sieben Aufrechten, wurde – und dies ist das Erbärmlichste während der gesamten Vorwahlzeit – von jedermann auf erbärmliche Weise abgekanzelt oder ignoriert, als wäre er Honeckers Sekretär gewesen. Für eine Demokratie erscheint es mir skandalös, wie die SPD-Granden DIE LINKE ignorativ beschimpfen, als seien sie für die Todesschüsse an der Mauer direkt verantwortlich.
Die CDU ist gleichgeschaltet und hält sich folgsam an der Kittelschürze der Mutti fest. Altmaier bleibt brav hinterm Busch und Bosbach lächelt mit geschlossenen Lippen. Die aktuellen Sturgesteine der CDU, der granterlische Herr Schäuble und der immer bissiger und schmaläugiger werdende Faktionschef Kauder, vermeiden jegliche Stellungnahme zu SPD-Kritiken, worauf die Roten das während des im Wahlkampf kaum gezückte Oppositionsmesser resigniert weglegen und stattdessen Blumen an Wohnungstüren verteilen. Herr Brüderle darf poltern und als Koalitionsparasit um Zweitstimmen betteln. Ansonsten Schweigen im Walde. Bleibt also nur, sich auf die Umjubelungen der Beschwichtigungskanzlerin am Sonntag einzustellen.
Die Steuerbetrüger, Geldwäscher, Bänker und Spekulanten dürfen ihren Schampus einkühlen. Und die Hartz-Vierer, die dank Mutti nicht hungern müssen, können an der Ladenkasse ein Jägermeisterchen zusätzlich aufs Fließband legen…

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„Sozis, i bitt euch, seid’s keine Trottel!“

(rm) Dieser Satz stammt von einem prominenten österreichischen Sozialdemokraten. Ausgerufen und vielfach nachgedruckt wurde diese Aufforderung in einer für den damaligen Kanzler Bruno Kreisky schwierigen Situation, die durch Flügelschläge und parteiinterne Extrempositionen innerhalb der SPÖ ausgelöst worden war. Ich möchte den Satz nach dem Augsburger Parteitag in SPD-Ohren implantieren, weil nun die Zeit gekommen ist, in der es ums Ganze geht.
Die miesen Umfragewerte für Steinbrück sagen wenig aus. Wesentlich scheint mir der Auftritt der Gesamtpartei: Bin ich in der SPD besser aufgehoben als in der CDU? Das ist die Frage. Noch so berechtigte Kritik an der Art und Weise, wie Merkel und Schäuble und Rösler & Co. den deutschen Karren ziehen (lassen), nur den wachsenden Wohlstand der oberen Hunderttausend im Auge haben und die sozialen Ausfransungen am unteren Ende der sozialen Leiter ignorieren und gesundbeten und um Ruhe bemüht sind, reicht nicht. Für Rot-Grün braucht es weit mehr:
*** Eure schärfsten Sieg-VerhindererInnen sind die süd- und südwestdeutschen  Rentnerinnen und Rentner.
Das sind viele hunterttausend Leute, die immer noch der Kohlschen Zeit nachweinen und in der Merkel-
Schäuble-Truppe das alternativlose Glück sehen. Alles was nur rötlich schimmert, ist für sie Gift, ausgenommen die Geranien auf den Balkonen.
**** Die Kampfagne der Springer- und der springernahen Medien gegen eine nicht-liberale Koalition wird Euch
bis zum letzten Tag Schwierigkeiten machen.
***Versucht, optisch sympathische, aber nicht allzu junge Funktionäre aller Ebenen in die Vordergründe der
Medien zu schicken. Delegiert gut aussehende Männer jeden Alters an die Badeseen (siehe unten),  lockt die Provinzpresse zu allen möglichen Auftritten, lasst Flüsse durchschwimmen usw. Besucht mit Lokaljournalisten Krankenhäuser, Altenwohnungen, Pfarrkindergärten, Bauern, Wochenmärkte, Schulen…
*** Inszeniert Schulaufsatz-Wettbewerbe à la „Wie ich mir meine Zukunft/meine Familie/meinen Mann… vorstelle, für 7- bis 10-jährige Mädchen und Jungs. Ihr glaubt nicht, welches publizistische Echo mit anonymisierten Kinderaufsätzen zu den jeweiligen Themen in der Provinzpresse erzielt werden kann. Leitmotiv: Wir sorgen uns um unsere Zukunft, um die unserer Kinder. – Sowas zieht, weit über die mächtigen Wählergruppen der Eltern und der Älteren hinaus. Lasst es menscheln!
100 weitere Vorschläge, realisier- und medial verwertbar, dürfen von unserer Verlagsrunde kostenlos abgefordert werden.
*** Lasst euch die (unbequemen) Grünen-Themen wie Asyl nicht künstlich aufdrängen, obwohl ihr
den glaubhaften Eindruck pflegen müsst, dass ihr – und zwar alle von euch! – grundsätzlich seit je für mehr Menschlichkeit gegenüber Unterprivilegierten seid.
Liebe Verantwortlichen der SPD: Holt Euch zusätzlich zu den „Profis“ jüngere PR-Leute. Da kann, wenn ihr’s richtig macht, Originelles rauskommen. Stichwort „Vieles ist aus dem Lot / Abwahl tut not!“

So gewann Jörg Haider einst die österr. Frauen für seine Partei...

So gewann Jörg Haider einst die österr.  Frauen schlagartig  für sich…

 

 

 

 

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Schwaben in Berlin: nach den Entwicklungshelfern kamen die Erben

(hp) War das eine wunderbare überraschung, damals, in den späten siebzigern in berlin: dank junger schwaben, die sich gern als bundeswehr-flüchtlinge outeten und in berlin, der gastronomischen einöde, ihre chance sahen, gab es auch in den zuvor verschlamptesten kiezen der noch-nicht-hauptstadt  auf einmal kneipen mit guter bis sehr guter schwäbischer küche. ein wahres maultrommel- und käsespätzle-paradies wuchs vornehmlich in kreuzberg und umgebung aus der einheitstunken-landschaft. gemütlich waren sie obendrein, die meisten entwsicklungshelfer und -helferinnen. Plötzlich gab es da und dort sogar servietten am esstisch und die speisen wurden nicht auf berlinisch vor den gast geknallt unter dem motto ‚friss und wehe, wenn du dich beschwerst!‘ die älteren leserInnen werden’s bestätigen, ausser sie lügen oder haben es mit den nächsten, der heutigen schwaben-generation zu tun. das sind die, die gefallen gefunden haben am neuen berlin, das an lebenswertigkeit für junge, die sich’s aussuchen können, stark gewonnen hat. Verständlich ist es ja: ich erinnere mich an das sommerlich stickige klima in stuttgart – im vergleich zur gut durchlüfteten stadt berlin, die in ihren dimensionen samt straßen- und parkbäumen und umgebung  alles andere an großstädten übertrifft (fläche: neunmal so groß wie paris!), ein genuss.

Nun sind sie eben da, die landsleute von wolfgang schäuble, die erben, die jungkarrieristen, die stadtveränderer. und, gestehen sie, werter leser, im grunde sind viele ja ganz lieb. friedlich sind sie auch: wer will sich denn schon ein neues kostüm von prada oder einen armani-anzug schmutzig machen? – gewisse gegenden der stadt bleiben ohnehin schwabenfrei. denn die dortigen bewohner, die berlinverdorbenen, finden sie pur, sonnenbraun und freundlich vor oder hinter ephesos, wo man, falls wohlhabender schwabe, schnell mal übers weekend seine riviera-bräune auffrischt – während der in berlin eingeborene sein sonnenstudio um die ecke frequentiert.

 

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Schäubles Freispruch: „Auch wir bescheissen gelegentlich!“

(hp)  War’s nur ein geschickter Schachzug zur Dämpfung der nicht abflachenden Diskussion über therapeutische Maßnahmen zur Linderung der EU-Schuldenkrise oder eine schwäbische Absolution mit heiterem Unterton? – Wenn der Finanzminister Deutschlands so eine lockere Bemerkung macht, noch dazu in der ARD, hat das was. Dann wird aber auch einiges klarer. Nicht nur das gütige Verständnis Schäubles für die Mentalitäten der europäischen Südstaatler, sondern auch – man lasse sich das Ministerwort ‚bescheissen‘ auf der Zunge zergehen! – eine Art humane Entschuldigung der einheimischen Steuerflüchtlinge, die ihr Unversteuertes z.B. in der lieblichen Schweiz verstecken. Die erbärmlichen Reaktionen gewisser Koalitionspolitiker auf den Ankauf der Steuerflucht-CDs mit gewissen schweizerischen Bankkonten erscheinen dank Schäuble in neuem Licht. Wie schon Theodor Fontane schrieb, ist ja alles eine „Frage der Beleuchtung“. Die großmäuligen Beschimpfer des NRW-Finanzministers, der zum Ankauf der CDs steht, stammen zwar nicht alle aus dem schönen Schwabenland der „Herrgottbescheisserle“ (Maultaschen), sie erscheinen mir seit der Schäuble-Bemerkung in neuem Licht. Abraham a Santa Clara, der prominentest gebliebene Schwabe aus dem Spätbarock, war angesichts der Betrügereien reicher   Wiener einen Zacken schärfer als der oberste Bundesfinanzer Deutschlands: „Schämt’s Euch, Betrüger, ’s Jüngste Gericht wartet schon auf Euch!“ (Urfassung von Merk’s Wien). Der schöne Begriff vom Beschiss, den wir in Sebastian Brants „Narrenschiff“ (1499) lesen, wurde für die damalige Amtssprache übrigens von den Jesuiten im 17. Jhdt. durch den weniger stinkenden, aber ebenso ehrlichen „Betrug“ ersetzt.

 

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Nicht nur Merkel ist in der Pflicht, Herr Augstein!

(hp) Augsteins Forderung an die Kanzlerin, ihre Europa-Mission zu erfüllen, in allen Ehren. Es ist nicht die Frage, ob sie all ihre Power einsetzen soll oder nicht, vielmehr ist es die Frage, wie sehr sie sich ihren Beratern aus Finanz und Wirtschaft ausgeliefert hat. Das dauerhafte Wursteln und das Stopfen von Löchern in den Finanzkassen der europäischen Südstaaten geht nicht nur einem wachsenden Teil von Finanzfachleuten aus Volkswirtschaft, bankierartiger Kredit- und Spekulationswirtschaft auf die Nerven, sondern auch dem Lieschen Müller, egal, welcher Partei sie zuneigt. Merkel, die Beraterhörige, wird keinen Paukenschlag schaffen. Da muß jemand anderer her, der innerhalb seiner Europa-Mission den Blick über die Tellerränder noch nicht verloren hat. Ein Draufgänger sozusagen. Ein erfahrener Draufgänger, der mit Lob und Ohrfeigen Erfahrung hat, der in zwei Sätzen, grantlerisch glaubhaft, zu napoleonischer Größe auffahren kann, auch wenn er dies aus dem Rollstuhl heraus tun muß.

Es geht um Wolfgang Schäuble (69), den – für mich – aufrichtigsten EU-Denker, der noch dazu dem Stamme der CDU angehört und sich dort großen Respekts erfreut. Als deutscher Finanzminister, der Wirtschaftswissenschaften studiert hat und das juristische Staatsexamen sein Eigen nennt, hätte er, weit über die deutschen Grenzen hinaus reichend, als einer der ganz wenigen Politiker die Chance, mit originellen PR-Aktionen die Installierung eines europäischen Fianzministers zu fordern und darum kämpfen zu lassen. EU-Gesetze und Verordnungen, an die sich ohnehin kein Mitgliedsstaat gehalten hat (Maastricht & Co.), sollten ignoriert werden. Und wenn der französische Präsident Hollande meckern sollte, muß ihm sein politischer Vor-Vorfahre Napoleon Bonaparte vor die Nase gesetzt werden. Das erste nämlich, und zwar das allerallererste, was Napoleon sofort nach der Kaiserkrönung in Angriff nahm, war die Neuordnung des Finanz- und Bankenwesens in seinem Land. Bekanntlich gab’s danach einige Jahre Ruhe in Europa.

Er erkannte die Prioritäten: N.B.

Er erkannte die Prioritäten: N.B.

 

 

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Betrug oder Beschiss?

Vor lauter political correctness wird unsere Sprache immer flacher, fleischloser und damit nichtssagender.

Im ZDF verlautete heute Abend, der griechische Premier sei für heute nach Cannes „zum Rapport gebeten“ worden. Da war wohl eine zartfühlende Nachrichtenredakteurin am Werk. Die weiß offenbar nicht, dass man zu einem Rapport nicht „gebeten“, sondern „zitiert“ oder „befohlen“ wird. Auch wenn dieses rhetorische Blitzlicht nur die Messerspitze eines breit um sich greifenden Watte-Journalismus ist, so ist es doch ein Fingerzeig auf die ungehemmte Verflachung unserer lebendigen Sprache.

Begonnen hat die Unsitte, das kraftvolle Luther-Deutsch zu verwässern, schon vor mehreren hundert Jahren. Im „Narrenschiff“, dem ersten in größerer Auflage dank der Gutenberg-Innovation des Buchdrucks produzierten Buches heißt es beispielsweise „Beschiss“ für das, was späterhin als „Betrug“ umbenannt wurde. Weitere Beispiele kann der mündige Leser tagtäglich feststellen  und muss nicht extra zur steirischen Völkertafel greifen (mehrfach im web abrufbar!). Apropos Völkertafel: Wer dort die letzte Spalte („Natureigenschaften…der Griechen“) liest, am besten im Original, findet noch kraftvolle Beschreibungen, die für die herrschenden Griechen bis heute ihre Gültigkeit erhalten haben. Dies als Hinweis an den mündigen, kultivierten Leser, der natürlich Frakturen lesen bzw. entziffern kann und nicht in jedem Moment ein Aufleben von Vorurteilen vermutet. Er wird auch feststellen, dass es die Pfaffen die ersten waren, denen der „Beschiss“ nicht über die Lippen und schon gar nicht auf die Holztafel kam. Denn bereits um 1720 liest man dort von „Betrug“ als Todesgrund für die Völker an der Ägäis.

Ich bin für die Verwendung eines kraftvollen Deutsch. Und Sie, verehrter Leser? – In den Nachrichtenredaktionen möchte ich keine Pfarrer sitzen haben, sondern Journalisten, die sich klar und ohne Bückling vor politischer Pseudo-Korrektheit gegenüber ihrem Publikum  äußern. H.-P.

 

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