Tag Archives: Die Linke

Rösler – primitiv oder nur falsch beraten?

(silv) Fällt Ihnen, Wirtschaftsminister Rösler, nichts mehr ein vor Ihrer fraglichen Wiederwahl als Kabinettsinsasse unter dem schützenden Federkleid der Kanzlergluckenmama? Über Herrn Steinmeier herzufallen, weil er als Kanzleramtsminister eines NATO-Mitglieds nach dem grausigen Attentat in den Vereinigten Staaten (2001) den US-Diensten ermöglichte, auf unsere, also  die inländischen Geheimdienste und deren Erkenntnisse zuzugreifen – zeitlich über ein Jahrzehnt entfernt vom aktuellen NSA-Skandal (der vielleicht gar nicht so skandalös ist wie viele behaupten), ist nicht nur primiv und unintellent, sondern zeugt auch vom Charakter der FDP-Führung und deren Beratern, denen vor den Bundestagswahlen nichts Gescheiteres einfällt als einen vergleichsweise glaubhaften Ex-Minister anzupinkeln. Hetzereien gegen die SPD und deren Kandidaten sollten Sie lieber der LINKE überlassen!

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DIE LINKE: Frauen nach vorn!

(hp) Unser Ruf nach einer neuen Clara Zetkin – siehe Blog von gestern – hatte ein gutes Echo. Auf einen Schlag meldeten mehrere glücklicherweise kluge und ansehnliche Frauen aus der Führungsriege der Linke-Länderorganisationen ihre Kandidatur für den Parteivorsitz an. Wie schön. Bleibt vor dem Göttinger Parteitag die Hoffnung, dass Männer der LINKEN nicht als selbst ernannte grauen Eminenzen sticheln, bevor endlich wieder mal Ruhe einkehrt in der obersten Etage. Für alle Fälle will für den Fall irgend welcher Streitereien unter der Weiberriege einen seit dem Mittelalter bewährten Vorschlag beisteuern, wie man – im verschärften Fall – Ruhe einkehren lassen kann. Der Tipp ist kostenfrei. Für diebische PIRATEN, die Urheberrechte ignorieren: Die Abbildung darf kostenlos abgekupfert werden.

Ideal gegen Frauenstreit: die traditionsreiche "Weibergeige"

Ideal gegen Frauenstreit: die traditionsreiche "Weibergeige"

 

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DIE LINKE zerfrisst sich selbst: Eine neue Clara Zetkin muss her!

(hp) Was die Verantwortlichen dieser Partei in den letzten Wochen veranstalten, geht auf keine Kuhhaut mehr. Die Mauer zwischen jenen, die eine auf demokratisch umfunktionierte kleine Volkspartei wollen  und denen, die im Sog des roten Rächers aus dem Saarland einer Art Hoffnungslosigkeit frönen, wird immer höher. Dabei war der Ansatz ernst und seriös: eine links von den allzu bürgerlich gewordenen Sozialdemokraten stabilisierte sozialistische Kraft wollten sie werden, damals, als sie sich gründeten. Mittlerweile ist die Angst der „Altparteien“ vor den Linken verschwunden und immer weniger linksgestrickte Sozis träumen noch von einer Wiedervereinigung mit den Abtrünnigen, die immer weniger werden und heute nur mehr eine Fußnote in der politischen Landschaft darstellen. Was mich aber am meisten an der dummen Streiterei an der Spitze der Linken stört, ist der Betrug an ihren Wählern und Sympathisanten. In so manchem deutschen Märchen erweist sich, dass (saarländische) Rumpelstilzchenhaftigkeit,  (berlinerisch) Schläue und mitteldeutsche Sturheit kein happy end ermöglichen, wenn sie – wie gegenwärtig – in desperater Manier auftreten. Eine überzeugende Clara- Zetkin-Epigonin muss her, möglichst im Doppelpack. Damit sie den Streithanseln die Waden wieder nach vorn richtet bzw. richten!

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Greifen Sie endlich durch, Gregor Gysi!

(hp) Sagen Sie, Herr Gysi, was ist denn mit Ihrer Partei los? Ist Ihnen nicht klar, dass Ihre Epigonen an der Spitze die Hoffnungen vieler Mitglieder zunehmend enttäuschen und damit die Partei schädigen. Knapp vor der Parteischädigung. Das war früher mal ein Grund für einen Heinausschmiss. Dabei geht es gar nicht um Fettnäpchen, die das Führungsdoppel Lötsch & Co. nicht auslässt, sondern um Grundsätzliches. Aktuell: Wie kommt es dazu, dass Beate Klarsfeld zu Ihrer Gegenkandidatin ernannt wird? Dass die junge Frau Klarsfeld mal für Aufregung sorgte und ein Star war, nachdem sie Kiesinger als primus inter Ex-NS-pares eine Ohrfeige verpasste und dass sie verdienstvollerweise den Judenverfolger Barbie ausfindig machte, ist Vergangenheit. Ehrenhaftes, weil mutiges, engagiertes Verhalten ist heute verjährt. Es geht ums Heute. Und heute ist Frau Klarsfeld eine Dame der besseren Pariser Bourgeoisie, die sich offen zu Sarkozy und seiner Politik bekennt, zu seinen „Maßnahmen“ gegenüber Ausländern, vor allem gegen Zigeuner (pardon: Roma und Sinti). Mir ist nicht bekannt geworden, dass Beate Klarsfeld dagegen aufbegehrt hätte. Auch das Aufbegehren des betagten Monsieur Hessel („Empört euch!“) ließ die ehedem ohrfeigende Dame kalt und untätig. Ich frage mich, wer innerhalb der Linke-Führung pro Klarsfeld votiert hat. Sagen Sie bloß, auch Sie als einer der wenigen abwägefähigen Spitzenpolitiker Ihrer Partei seien an dieser Kür beteiligt gewesen? Dann haben Sie jedenfalls einen weiteren Wähler verloren, der bislang aus Herzensgüte über die Lötsch-&Co.-Fettitäten hinweg gesehen hat. – Machen Sie weiter als einer der intelligten Oppositionspolitiker, aber vergessen Sie nicht, in Ihrer Partei  durchzugreifen, bevor sie ins Siechtum à la FDP schlittert.

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