Worte zum deutschen Banken-Unwesen

(hp) Wir erinnern uns an die „notleidenden“ Banken. Ist auch gar nicht lange her. Jetzt erklärt jemand, der es wissen muß: Es gibt nur zu viele Banken in Deutschland, sagte der Chef der Deutschen Bank, John Cryan, vor kurzem in einem „Handelsblatt“-Gespräch. Eine vernünftige Analyse, meine ich. Dass der Brite anschließend das Märchen von der Niedrigzinspolitik als aktuell größtes Problem der Banken wiederholt, finde ich aber eher lächerlich. Das ZDF-Magazin „frontal“ zeigte gestern auf, wie stark etwa deutsche Sparkassen unter dem Niedrigzins leiden: Abgesehen davon, dass etliche ihrer Manager gegen das Sparkassengesetz verstoßen, ohne dafür an die Schandmauer genagelt zu werden, leiden sie ganz und gar nicht, sondern machen saftige Gewinne. Das Blödvolk der Kunden zahlt allerlei Kontoführungs- und überhöhte Überziehungszinsen, um die saufrech erhöhten Vorstandsgehälter zu finanzieren. So macht man’s im Neorealismus, wenn die Aufsichtsbehörde die gierigen Bosse nicht rechtzeitig an den Ohren zieht…

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