Islam: Ende der Schonzeit für Mütter (1)

(rg) Vielen Dank dem Deutschlandradio! – Endlich einmal widmet sich der mit Abstand intelligenteste der bundesdeutschen Radiosender einem Thema, das von so gut wie allen anderen Medien in einseitig praktizierter Rücksicht auf den Anteil der Frauen an den Problemen, die uns jugendliche Muslime männlichen Geschlechts machen, ignorieren. Zur Sache:

„Mütter erziehen ihre Söhne zu Paschas“, sagt Safeta Obhodjas, bosnisch-muslimische Schriftstellerin, und beschreibt die häusliche Erziehungspraxis. Söhne werden verwöhnt, mit allen Freiheiten ausgestattet, während Töchter von klein auf zu untertänigen, also unfreien Dienerinnen erzogen werden, von der Wiege an durch Kopftuch und Bravität in eine unmündige Zukunft gezwungen. Und dann wundert man sich, dass die jungen Männer  glauben, ihnen stünden alle Rechte eines freien Menschen zu, unabhängig von den jeweiligen Umständen. Wenn sich diese Freiheiten allerdings nicht ausleben lassen, werden speziell dazu begabte Jugendliche entweder verbittert, unausstehlich  oder gar kriminell. Sie fühlen sich von der Gesellschaft missachtet, ignoriert, ungerecht behandelt. Wenn sie dann Anerkennung suchen, die sie zu Hause nicht finden können, begeben sie sich in die Arme konservativer Imame, die sie in ihren Gefühlen, benachteiligt zu sein, bestärken. Und wir wundern uns!

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