Monthly Archives: September 2015

Politische Lästigkeiten, die mich nerven

(rf) Röttgen lautet heute das Stichwort. Genauer: Norbert Röttgen (Ich will ja andere Leute namens Röttgen nicht beleidigen!). Als außenpolitischer Sprecher der Bundesregierung verwahrt sich dieser NRW-Wahlverlierer gegenüber jedermann/-frau, sich mit dem amtierenden syrischen Präsidenten auf keinen Fall an einen Tisch zu setzen. Dass mittlerweile seine Chefin Angela M. Kalte-Kriegs-Marotten abgeworfen und ein Krisenlösungs-Szenario mit Putin  u n d Assad fordert, stört den Norbert nicht. Er plädiert, als wäre er der Leihbischof der CDU für die Sektion Moralpolitik, nach wie vor für einen Ausschluss des (geistes-)gestörten Assad von etwaigen Friedensgesprächen. Glücklicherweise hört (hoffentlich) kein Schwein – die Medien ausgenommen – auf den geschmeidigen Norbert.

Pofalla, der andere Merkel-Schleimer, gab als neuer Bahn-Vorstand heute früh die außerordentlich beruhigende Meldung an die Presse, die Deutsche Bahn habe für Sonderfahrten im Rahmen der Flüchtlingsbeförderungen ab München „eine einstellige Million Euro aufgewendet“; diese Summe würde allerdings vom Bund ersetzt werden. Wie schön und wahrscheinlich so bedeutsam für das Volkswohl, dass die Medien Pofallas Meldung wiedergaben.

Bleibt noch die Dame Marieluise Beck von den Grünen. Sie protestiert seit langem vorbeugend dagegen, die Sanktionen der EU gegen Russland zu lockern. Erst müsse Minsk II von Putin & Co. hundertprozentig beherzigt werden, meint Beck, die begeisterte Radlerin aus Bremen (s. vorzügliche Webseite). Ob sie, offensichtlich gesund, schon mal daran gedacht hat, dass auch bestimmte Krebsmedikamente zu den Produkten gehören, die nicht nach Russland geliefert werden dürfen? – Ich wünsche Ihnen weiterhin gute Gesundheit, Frau Beck!

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Hört endlich auf, liebe Freunde,..

(mb) …Kritiker der hierzulande so genannten Asylpolitik als schlechte Menschen abzuurteilen! Wer von euch, gerührt von Schlagzeilen und mediengeilen Fotos toter Kinder und begeistert vom langlebig wirksamen Kanzlerinnenwort – ein nicht hilfsbereites Land sei nicht das ihre -, hat sich überhaupt schon mal überlegt, wie es morgen und übermorgen (auch im „reichen“ Deutschland) ausschauen wird, wenn die Politik mit der Situation weiter so verfahren wird wie bisher?

Auch ich habe Kleidung und zwei Wolldecken zum LaGeSo (Berlin, Turmstraße) gebracht und mich von freiwilligen Helferinnen und Helfern faszinieren lassen. Bin heute noch voller Hochachtung gegenüber den Frauen und Männern, die dort bis zur Erschöpfung helfen.

Auf der Nachhause-Fahrt gestern fand ich mich am U-Bahnhof Nollendorfplatz in einer Ansammlung jugendlicher Vorderasiaten. Mein türkischer Begleiter Ugan, der seit Tagen bei „Moabit hilft“ mitarbeitet, zwang mich zum Stehenbleiben. Dann übersetzte er mir, was er aufgeschnappt hatte: Wie will Deutschland, so seine Zusammenfassung, mit den neuen Einwanderern fertig werden, wenn es schon bisher hinten und vorne mit der Integration nicht klappt?

Fast 100 Prozent der Flüchtlinge, für die er dolmetscht, seien ungelernte junge Männer; einen einzigen Studenten aus Aleppo habe er angetroffen, der nach Schweden wolle. Die Menschenmenge, täglich im Fernsehen zu sehen, sei von ihrer Verwandtschaft auf die große Reise geschickt worden in der Hoffnung auf Nachzugsmöglichkeiten in ein reiches Land. Ob das diejenigen sind, von denen wir andauernd in den Medien hören und lesen?

In der „Zeit im Bild 2“ des ORF wurde abends der Vorwahlkampf zur Wiener Gemeinderatswahl am 11. Oktober kommentiert. Der Satz „Es brauche in Österreich keine brennenden Flüchtlingsheime, um die Ablehnung der Flüchtlingspolitik durch die Bevölkerungsmehrheit zu demonstrieren!“ gab mir etwas zu denken…

 

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