Monthly Archives: März 2015

„Emma“ wieder einmal unerträglich!

(hs) Seit die Steuerhinterzieherin Alice Schwarzer, die ihre Angst-Millionen Euro in der Schweiz bunkerte, entlarvt wurde, ohne in Landsberg zu gastieren, hatte es kurzfristig den Anschein, als würde sie, die kinderfreie Mutti der „Emma“, ihr Kampfblatt auf seriöser trimmen. Weit gefehlt: Alice, das Opfer, bleibt unbeirrbar in ihrer Berufung, eine scharfe Feder und in Talkshows routiniert bis berechenbar aufdringlich. Wie die Redaktion ihr schreibenden Mitarbeiter aussucht, habe ich nie verfolgt, weil ich dann, wenn ich nicht gerade aufgeschreckt wurde durch eine pseudo-revolutionäre Schreckensnachricht, das Blatt im Zeitungskiosk hängen ließ. Nun gibt’s wieder Makabritäten. Denn sogar das offenbar von einem Selbstmörder verursachte Flugzeugunglück wird dazu benutzt, eine Frauenquote für das Cockpit zu fordern.

„Emma“ kämpft also für die Frauenquote. Die Sprachwissenschaftlerin Luise Pusch, bekannt dafür, feministische Forderungen

"Heimat bist du großer Töchter!"

„Heimat bist du großer Töchter!“

gelegentlich bis ins Lächerliche zuzuspitzen. Sie forderte bekanntlich vor einiger Zeit, aus Gründen „kompensatorischer Gerechtigkeit“, in den nächsten Jahrhunderten nur weibliche Sprachformen anstatt die übliche männliche Form zu verwenden, egal ob es heute solche Makabritäten schon gibt oder nicht. Mir reicht das Innen-„I“ z.B. bei ProfessorIn oder MinisterIn vollkommen aus, um bei gemischtem Publikum anzukommen. Da kommt mir der feminisierende Manipulationsversuch an der österreichischen Bundeshymne ein, deren Text nach 1945 von einer Frau namens Paula von Preradovic gedichtet wurde. Das von gewissen Frauenzimmern inkriminierte Stück Text lautet: „Heimat bist du großer Söhne“. Die großen Töchter seien nicht berücksichtigt, befanden überraschend einige Emanzen, darunter auch eine MinisterIn. Da es nicht in Rhythmus und Melodie von Wolfgang A. Mozart passt, gibt es zurzeit wohl Ruhe in dieser überflüssigen Angelegenheit. Im Gebetstext des katholischen „Gegrüßet sei’st du, Maria“ wurde die Passage „gebenedeit unter Weibern“  durch „gebenedeit unter Frauen“ ersetzt, weil die Zweisilbigkeit beider Substantiva nicht dagegen sprach. Welche feministischen Kräfte da am Werk waren, weiß ich nicht. Alice Schwarzer war es sicher nicht.

 

 

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Trauerarbeit des Boulevards: „Ausschlachten, was geht!“

(rf) Der langjährige Journalist und „Mord-und-Schauer“-Chef einer Lokalzeitung, Josef Radelbauer, erklärte mir vor x Jahren, als ich in dieser Zeitung ein Redakteurspraktikum machte: „Alles ausschlachten bis zum Gehtnichtmehr!“ Damit meinte er nicht nur einen Skandal, sondern auch alles, was mit Unglück und Trauer zu tun hat: dem Lesrer vorgaukeln, es ginge nur um Information und ihn bewusst zum Voyeur machen – natürlich raffiniert, ihm das Gefühl geben, auch die Zeitung würde mittrauern…“ – Das ging so weit, dass ich den ansonsten nicht gerade gesprächigen Zeitungsschreiber, einmal in die Nachbarschaft begleiten musste,  um einer Familie eine Todesnachricht zu überbringen. Auf dem Weg dorthin kaufte Josef R. einen Strauß Tulpen. Danach ging es zur  Familie B. „Ich muß ihnen leider mitteilen, daß sich ihre Tochter Hanni bei Nizza mit dem Auto überschlagen hat.“ Dabei gab er der Hausfrau die Blumen in die Hand und drückte die völlig Verdatterte in einen Stuhl. „Ist die Hanni tot?“ fragte die Frau verstört. „Ja, leider!“ und sofort danach sofort: „Hätten Sie ein Foto von ihr und eines aus ihrer Schulzeit?“ –  Die Frau suchte tatsächlich nach dem Fotoalbum und gab in ihrer Verwirrung zwei Bilder her. Das Ganze passierte deshalb, weil die örtliche Polizei offenbar Mittag machte, Herr Radelbauer aber den Polizeifunk abgehört und sich prompt die tragische Story unter den Nagel gerissen hatte.

Als wir das Haus verlassen hatten bemerkte er meine Verlegenheit: „Sofort das Erschrecken ausnutzen! Das lenkt die Leute ab und dann erzählen sie dir alles, was du hören willst. Der erste Schreck ist der beste Helfer für eine gute Story!“ So machte es der Herr Radelbauer (+ 1988), einer der besten Lokaljournalisten der Region.

Anstatt den Schreckens angesichts des Flugzeugunglücks nüchtern zu schildern, übt sich die Boulvevardpresse nun in der Langzeit-Dynamik der Trauer. Die Trauerorgel, nicht nur die in den kleineren Kirchen und demnächst im Kölner Dom, hat viele Register. Hoffentlich bekommt der Boulevard bald einen saftigen Polit-Skandal vorgeworfen, damit die journalistische Voyersarbeit nicht noch peinlicher wird als bisher!

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Ukraine: „Ein korrupter Saustall, schwer zu entmisten!“

(ho) Der deutsche Peer Steinbrück sollte einer der Senior-Berater in der erst jüngst gegründeten Ukraine-Agentur zur „Modernisierung“ des Landes werden. Direktor der Initiative ist der österreichische Ex-Vizekanzler Michael Spindelegger, dem die Lust bis dato noch nicht vergangen ist, für einen einigermaßen geordneten Aufbau des politischen „Saustalls, der schwer zu entmisten ist“ (Johann Scherer), zu arbeiten. Zur Runde der Berater zählen außerdem die ehemaligen EU-Kommissare Günter Verheugen (Deuschland) und Peter Mandelson (Großbritannien), der frühere französische Außenminister Bernard Kouchner und der ehemalige polnische Ministerpräsident Wlodzimierz Cimoszewicz, also lauter Leute, die mit korrupten Politikern und ebensolchen Milliardären umgehen können. Aber schon mit dem Hauptsponsor einer Neuordnung, dem Milliardär Firtasch, der auch Vorsitzender des ukrainischen Arbeitgeberverbands ist, fängt die skandalöse Situation an: Dieser feine Herr Firtasch wartet zurzeit in Österreich auf eine Entscheidung über seine Auslieferung an die USA. Dort soll ihm am Bundesgericht in Chicago wegen Bestechungsverdachts und anderen Vorwürfen der Prozess gemacht werden. Eine feine Sache, das geplante „Ausmisten mit anschließener Modernisierung“ mittels einer Agentur, finden Sie nicht auch?

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Wie das Weibliche, wie das Männliche optimal darstellen?

(hp) Gender-Debatte in der Schülerzeitungsredaktion. Chris: „Bitte nur extreme Vorschläge, keine abgelutschten!“ – Jenny, die sehr Aufgeschlossene: „Wenn ein nackter Busen genügt, um das Feminine eindeutig auf den ersten Blick zu beweisen, sollten wir mal das Schwanzverbot ignorieren. Wenn wir verboten werden, dann haben wir wenigstens 6-VIGNgenügend Reklame für die nächste Digi-Ausgabe.“ – Jochen warnt: „Google erlaubt keine Schwanzfotos!“ – Sarah, die Kluge: „Wisst ihr was: ein Männerschwanz ist sowieso uninteressant, zumindet im Ruhezustand. Nehmen wir lieber einen kräftigen Männerarsch. Das hat auch was eindeutig Männliches.“ – Allgemeine Zustimmung. „Von euch dreien“, hänselt unsere libanesische Quotentussi (so bezeichnet sie sich selber!) und meint das männliche Trio der Runde,“hat keiner einen schönen Hintern“, was den sportiven Jochen dazu reizt, seine Rückseite zu entblößen. „Nee“, heißt es dann, „stehlen wir lieber ein Bild aus dem Netz und pushen es mit dem Photoshop auf!“ – Gesagt, getan. Die neue Schülerzeitung ist nicht im freien Handel erhältlich. Und das Schwanzverbot bleibt unangetastet.

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Dauerbrenner Berliner Schlamp (2): Angeberische Bauprojekte

(xy) Vom Umbau der Staatsoper Unter den Linden, der doppelt so teuer werden soll wie geplant, hört man schon lang nichts mehr. Die Opernleute fühlen sich im Ausweichquartier Schillertheater offenbar so wohl, dass sie nicht für öffentlichen Ärger sorgen. Das mehrmals geänderte Datum der Wiedereröffnung des Stammgebäudes Unter den Linden gibt man heute lieber nicht bekannt, um die Flughafen-Blamage nicht in die Stadtmitte zu kopieren. Aktuell ist hingegen die Meldung, dass die künftige Eingangshalle für  die großen Häuser auf der Museumsinsel doppelt so teuer werden wird als geplant. 134 statt 74 Millionen Euro. Wir haben’s ja, einen berlin-gewohnten Star-Architekt inklusive. Der Grund für die Verteuerung: der nicht gerade felsartig stabile Baugrund mache große Schwierigkeiten, der Einsatz von Tauchern sowie aufwendige Stabilisierungsmaßnahmen am Baugrund direkt am Bett der Spree seien in diesem Ausnaß nicht eingerechnet worden bei der Planung. Nun ja, bei den Abreissfirmen, die am Palast der Republik werkelten, hat man sich offenbar nicht näher informiert. Inzwischen wächst der Rohbau des Angeberprojekts Humboldt-Forum resp. Wiederaufbau des Stadtschlosses mit neuem Innenleben. Dem Versuch, Berlin zur „Weltstadt“ werden zu lassen, läuft (hoffentlich auf gefestigtem Baugrund). Über die Nutzung der Innenräume ist man sich zwar nicht einig, aber es wird sich schon eine Lösung finden – berlinerisch eben, mit Halbseide durchwirkt, damit man vergisst, dass es sich beim „wiederaufgebauten“ Stadtschloss nur um eine Attrappe handelt.

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Dauerbrenner Berliner Schlamp (1): durchmischter Wohnungsbau

(kj) „Arm aber sexy“, dieses flotte Verlegenheitsprädikat des Altbürgermeisters Wowereit, hat als Feigenblatt ausgedient. Nun darf Wowis Nachfolger versuchen, den restlichen städtischen Filz zu beseitigen. Was ihm sicher nicht gelingen wird, da dieser Filz versteinert sein dürfte. Dabei geht es nicht nur um Bauprojekte, sondern, was gleichermaßen lästig ist, auch um Soziales. Ein Beispiel: Im Drang, aus dem Moloch Berlin eine Weltstadt werden zu lassen, handelte 2009 die damalige Stadtentwicklungssenatorin mit einem Großinvestor eine Mischung aus Eigentums- und Mietwohnungen aus. Raten Sie, was dabei herauskam: Laut „Tagesspiegel“ erboten sich, dem Verlangen nach einer „Durchmischung“ zu genügen,  die Investoren gnadenvoll, von 2.840 Wohnungen insgesamt 42 (kein Tippfehler!) als Mietwohnungen einzumischen. Die damalige Senatorin akzeptierte. Hat sie vergessen, dass sich die meisten Berliner incl. Alleinerziehende keine Eigentumswohnung leisten können? Oder stand sie unter Druck? Wäre das Investitionsprojekt gescheitert, wenn sie für eine nicht ganz so lächerliche Durchmischung gekämpft hätte?

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Weder Feinschmecker noch Vielfraß!

(hp) Im Schöneberger Motzstraßenkiez begegnest du rund um die Uhr Frauchen und Herrchen mit Hunden. Die Zeiten, in denen du als Fußgänger von einem Häufchen zum anderen trippeln musstest, sind fast vorbei. Während die Frauchen und Herrchen die gleichen geblieben sind, hat sich unter der Hundeschaft einiges verändert: Die Tiere erscheinen mir gepflegter, aggressiv aussehende Vierbeiner finden kaum mehr statt (samt ebenso aggressivem Herrchen in Ostbezirke abgewandert?). Zum Betreiben angewandter Typenlehre – Frauchen fett, Hunderl ebenso; Herrchen verludert, Hund ungepflegt – gibt es immer weniger Anschauungsbeispiele. Es scheint eine neue, elegantere Ära angebrochen zu sein, seit die Mops-Mode ausgelaufen ist. PAVLOV1

In meinem Stammcafé, wo Hundehalter und Raucher vor der Haustür sitzen müssen, habe ich mich mit je einem Dackel- und einem Bluthundbesitzer angefreundet. Nach kurzer Durchsicht der aufliegenden Rentnerverblödungsblätter (BZ und Kurier) geht’s – logo – um die Hunde und um die Freude, die sie ihrem Herrchen machen. Bodo, der Bluthund, gereift und von gütigem Blick, ignoriert den sumpfdackelgroßen Pudel, den ich schon mal zickig erlebte.

Eine gut unterspickte Kaffeetrinkerin mit penny-Tüten beidseits des Sessels bot ihm, was Bodo ignorierte, freundlich gestikulierend ein „Leckerli“ an, das der Pudel zwar ins Maul nahm aber gleich wieder zu Boden fallen ließ. Verlegen erklärte die überraschte Verfütterin, es handle sich doch um ein besonders feines Leckerli. Darauf der Besitzer, Rentner Anton K., in etwas verschärftem Ton: „Hunde sind weder Feinschmecker noch Vielfraße!“ Worauf sich die penny-Tüten-Dame schweigend entfernte, ihr halbes Croissant liegen lassend. – Mein Bio-Möhrchen ließ ich, leicht verunsichert, vorerst in meiner Tasche stecken.

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Flugplatzprojekt Berlin: Geht’s noch?

(fd) Selbstverständlich war es die Angst vor weiteren Skandalen, die der unbestechlichen außerparlamentarischen Transparenz- Organisation von den Verantwortlichen der Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft den Einblick in Finanz- und Vertragsunterlagen verweigerten. Nicht nur in Schönefeld gehört der langlebige Berliner Filz-Virus nach wie vor zum Alltag, auch wenn dieser Virus mit dem Abdanken des Herrn Mehdorn zwischen Aktendeckeln zerquetscht worden sein sollte. Mehdorn hat keine tabula rasa hinterlassen, sondern so manche Ungereimtheiten.

Ich frage mich, welch unfähiger Public-relations-Officer  (Öffentlichkeitsarbeiter nannte man diese Berufsgruppe früher) nicht alles versucht hat, um die Transparenzler festzuhalten und damit zu hindern, dass sie an die Öffentlichkeit gehen. In manchen unüberschaubar gewordenen Unternehmen gehören solche PR-Leute zu den wichtigsten Angestellten. Bis Schönefeld hat sich das wohl nicht herumgesprochen. Also nehmen wir zur Kenntnis, dass die fast noch weiss gewesene Weste des neuen Oberchefs erste Imageflecken bekommt hat…

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Ukraine: Räubern war leichter als das Säubern

(rr) Unglaubliches tut sich dieser Tage in der Ukraine. Dort anwesende sowie in der Schweiz und anderswo lauernde Milliardäre ukrainischer Bauart, hierzulande liebevoll Oligarchen genannt, haben eine Hundwut im Bauch. Der Grund: Die Regierung mit ihrem Oligarchenpräsident Poroschenko rang sich dazu auf,  staatswichtigen Großunternehmen Zügel anzulegen und bisherige Bosse zu verärgern. (Haben ihm wohl Brüsseler „Experten“ geraten, damit er zu IWF- und EU-Millionenhilfen Zugang hat). So etwas nimmt nicht jeder ukrainische Milliardär gern hin: Ihor Kolomoiskji, um nur ein Beispiel zu nennen, ist nicht nur Gouverneur der Region Dnipropetrowsk. Dieser Ihor, einer der mächtigsten Oligarchen, finanziert – ganz nebenbei bemerkt – auch mehrere Freiwilligenbataillone im Osten des Landes. Am Wochenende ließ er, wie die elegante Wiener Tageszeitung Standard berichtet,  „Militär vor den Zentralen der von ihm bisher kontrollierten Firmen UkrTansNafta und Ukrnafta auffahren. Gepanzerte Fahrzeuge und schwerbewaffnete, vermummte Soldaten hielten Polizei, Journalisten und Neugierige auf Distanz.

Das muß in Vor-Maidan-Zeiten ein Raubrittertum gewesen sein - von Papa Jelzin selig  zugelassen oder wegen Trunkenheit nicht beachtet..!?

Das muß in Vor-Maidan-Zeiten ein Raubrittertum gewesen sein – von Papa Jelzin selig zugelassen oder wegen seiner Trunkenheit nicht beachtet..!?

 

Das Parlament hatte zuvor ein Gesetz verabschiedet, das dem Staat bei Schlüsselunternehmen eine Mehrheit von 50 Prozent plus einer Aktie sichert. Damit soll der Staat die Kontrolle dieser Unternehmen zurückbekommen; der Einfluss der Oligarchen auf Großkonzerne soll gebrochen werden. Es geht vor allem um Firmen im Energiesektor: Naftogaz, Ukrnafta und UkrTransnafta“.

 

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(Beamtete) Sponsorn in Berliner Banken und Senatsstuben

(jk) Danksagung an die Reporter von frontal 21. Kann leider keine Verdienstkreuze vergeben, schon gar nicht solche am goldenen Band. Aber ein großes Kompliment muß es schon sein. Eine einzige Träne hab ich jedoch zu vergießen: Euer „nachgehakt“ erscheint mir oft viel zu dünn. Mir fehlen in diesem Einschub Nachrichten der  folgenden Art: „Der von uns in der Sendung vom Sowiesoten kritisierte Politiker N.N. hat sich vor Scham zu Tode gegeißelt. (Bravo!) – Oder: Der N.N. aus XY stürzte sich, nachdem wir seine Machenschaften und Betrügereien aufgedeckt hatten, vom 14. Stock in den Tod. (Bravo!) – N.N. wurde nach unserer Sendung vom -ten April vom Luxusdampfer YZ samt Anwalt ohne Rettungsring in die See geworfen, 8,5 km vor der Sylter KOTZEN1Ortschaft Kampen. (Bravo!“) – Scherz beiseite, wenn auch mit beschränkter Haftung. Denn meine Hoffnung, dass zuständige Vorgesetzte oder Wähler die von euch an den Pranger gestellten Personen ordentlich abwatschen oder in die Jauche tunken, wird hoffentlich in Erfüllung gegangen sein – auch wenn die Reaktion auf eure Aufdeckungsstory nicht immer unbedingt nachgehakt-tauglich (gewesen) sein sollte. Was mir ebenfalls fehlt, sind Angaben, in welchem Gerichtsbezirk z.B. Ohrfeigen oder Orlappenausreissen am niedrigsten bestraft werden und wo es besonders hohe Strafen gibt.

ArschgesichtGestern abend, als frontal 21 von der staatlichen Subentionierung der Firma zalando, die monatelang mit grenzdebilen Weibern und Postboten Reklame machte, kam mir kurz das Abendessen hoch (siehe Dokumentarbild rechts außen!).  Da gibt es also tatsächlich krawattierte Zweibeiner (s. Foto links) in der Berliner Investitionsbank, die – sicherlich paragraphentreu oder mit einem der Unternehmer befreundet oder verschwägert sind oder sonst was  – demselbigen Unternehmen, das dank seiner Internet-Präsenz zum aktiven Schlächter bestehender Boutiquen und Schuhgeschäfte geworden ist und mit Riesenerfolg Mode verkauft, Subventionen nachwerfen und zwar in beträchtlicher Höhe. Muss aufhören, sonst muss ich wieder…Sie wissen schon!

 

 

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