Monthly Archives: Dezember 2014

Deutschlandfunk: Zehn-Minuten-Bonus nur für Juden?

(rr) Weil der Sender Deutschlandradio seine Hörer immer wieder mit feinsinnigen Inhalten erfreut, lief auch heute, am Stefanitag, das Radio während unserer Kaffeejause, zu der wir zwei muslimische Jugendliche, Ali aus Syrien und Ugan aus Izmir, eingeladen hatten. Als die Tassen und der Plätzchenteller geleert waren (15 Uhr 50), spitzten die beiden Jungs die Ohren. Denn im Radio begann „Shalom“, die Zehnminutensendung „aus dem jüdischen Leben heute“. Als ich aus der Küche kam, studierten die jungen Leute das Programmheft des Senders und legten  es verlegen weg, als hätten sie Schamloses in der Broschüre entdeckt.

Erst nach meinen Fragen Ugans Gegenfrage: Wie viele Juden leben in Deutschland und wie viele Muslime? Ich war kurz baff. Da bemerkte Ali neckisch, würde den in Deutschland lebenden Muslimen genau so viel Sendeplatz eingeräumt wie den Juden, müsste die Sendung „Shalom – aus dem Leben der Muslime“ mindestens zehnmal länger dauern als das zehnminütige „Shalom“. Offenbar, ergänzte Ugan, haben die Deutschen nicht nur den kurzzeitigen Bundespräsidenten Wulff vergessen, sondern auch seine Worte über den Islam, „der auch zu Deutschland gehört“.
Am gerade angebissenen Lebkuchenherz hätte ich mich fast verschluckt.

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Dresden & Co: Verspätetes Echo auf „Empört euch!“

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(md) Als der greise Stephane Hessel, Widerstandskämpfer und Weltbürger, im Herbst 2010 seinen Aufruf, Demokratie zu praktizieren, veröffentlichte („Empört euch!“), herrschte Aufregung. In Frankreich, Spanien, sogar in England gab es Diskussionen und Protestkundgebungen. Der Deutsche hingegen stand im Bus (s. Georg Kreisler ) oder lümmelte im Sofa und genoss Illner, Will, Jauch usw.

Vier Jahre hat es gedauert,  bis sich der Deutsche – in Dresden, Leipzig, Düsseldorf und Kassel (Fortsetzung folgt!) –  aus seinem Sofa erhoben hat und auf die Straße gegangen ist. Weil er dank Mutti und ihrem Gesinde alternativlos in Bodenhaltung lebt, ist er in den letzten Jahren straßenfern geworden. Die 68er Demos sind ihm und vor allem denen, die damals dabei waren und die eine oder andere Polizeiwasserdusche nehmen durften, nur noch widerwillig in Erinnerung. Nicht zuletzt deshalb, weil vieles vom damals Geforderten heute durch den immer radikaler werdenden Kapitalismus aufgefressen wurde und wird.

Die „Ossis“ sind die letzten, die sich der Macht von Massendemonstrationen gegen die Obrigkeit noch bewusst sind – nicht zuletzt deshalb, weil sie etwas Spektakuläres und Dauerhaftes erreicht haben mit ihrer Kundgebung „Wir sind das Volk!“. Es ist kein Zufall, dass die aktuellen Demos nicht irgendwo in Bayern oder im Odenwald stattfinden, sondern dort, wo sich das Straßenpflaster noch gut an die vieltausend Schritte aktiv gewordener Staatsbürger erinnert.
Schwelende Unzufriedenheit ist ein Nährboden der NPD und anderer Außenseiter (Bsp. AfD), die den Ärger der Leute, der langsam zur Wut geworden ist, logischerweise für ihre Zwecke ausnutzen. Man muss kein Soziologe oder Politologe sein, um – siehe Gustave le Bon – zu prognostizieren, was aus den geschilderten Erscheinungen werden kann, wenn die etablierte Politik nicht ihre gegenwärtigen Beleidigungen („Nazis im Nadelstreif“) und Ausgrenzungsparolen („Schande für Deutschland“) einstellt, sondern Realitäten zur Kenntnis nimmt und endlich agiert. In Merkels Hühnerstall sollte es wohl noch genügend Hähne mit Hirn geben ..!

P.S. (Anna) Wäre ich Dresdenerin, würde ich mich auch anschließen, aber nicht gegen Ausländer und schon gar nicht gegen Flüchtlinge demonstrieren, sondern gegen die bereitwillige Amerikanisierung unserer (deutschsprachigen, angeblich christlich inspirierten) Gesellschaft – in punkto Politik, Wirtschaft, Kultur und Geschmack in so gut wie allen Lebensbereichen.

WeihnMANN aFTER DARK FARBE 1984

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Kindervergewaltigung: Brauchen wir mehr Ziegen und Esel?

(gf) Überblättern Sie diesen Beitrag; es könnte sein, dass Sie ihn nicht aushalten:
Im Mai 2011 wurde über ein Urteil des Landgerichts Osnabrück (Deutschland) berichtet, wonach Kindesvergewaltigung durch Türken in Deutschland nicht mit Haft bestraft werde, weil Kindesvergewaltigung „eine lange Tradition im islamischen Kulturkreis“ habe. In Deutschland können sich orientalische Kindesvergewaltiger seither auf das Urteil des LG Osnabrück berufen und müssen nicht einmal Sozialstunden ableisten, wenn sie sich bei ihrem Verbrechen auf eine »muslimische Tradition« berufen (Dr. Udo Ulfkotte). Die Richter des Osnabrücker Landgerichts mussten über eine muslimische Familie urteilen, die es vollkommen in Ordnung fand, dass eine Elfjährige vergewaltigt wurde. Im islamischen Kulturkreis sei das halt so Tradition, bekundete die Familie vor Gericht. Sie wusste, dass es in Deutschland andere Sitten und Gesetze gegen Kindesvergewaltigungen gibt. Aber das störte die muslimische Familie nicht (zit. Ulfkotte).

In Juristenkreisen, die lange genug mit dem Thema Beschneidung bei Juden und anderen Orientalen zu tun hatten, mag das westfälische Urteil an Aktualität verloren haben, doch nicht so in Österreich. In Bruck (Niederösterreich) ermittelte  die Staatsanwaltschaft aufgrund einer Anzeige einer Außenstehenden. Doch der türkeistämmige Vater, der sich an seinem minderjährigen Sohn vergangen hatte (es gab sogar Beweisfotos!), wurde nicht einmal verhaftet. Das Kind habe sich nicht gewehrt, weil es die Gefühle seines Vaters nicht verletzen wollte, heißt es. Laut Dr. Ulfkotte handele es sich bei der Kindesvergewaltigung um eine »jahrelange Familientradition«.

Ulfkotte resümiert: „Wenn sich zugewanderte Orientalen also künftig in Deutschland oder Österreich bei der Vergewaltigung von eigenen Kindern auf ihre »Tradition« berufen, dann müssen sie keine Haftstrafe fürchten.“

Unser unkatholischer Giovanni, gebürtiger Sizilianer und derzeitiger BWL-Student an der FU Berlin, begabt in Sachen geschmackloser, meist frauenfeindlicher Kommentare, bemerkt zu dieser causa nüchtern: „Bei uns auf Sizilien gibt es zum Abreagieren Esel und Ziegen. Die sind gefügig und entsprechen ebenfalls der ‚Tradition‘. In Deutschland und Österreich gibt es wahrscheinlich zu wenige davon!“

 

 

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Wie heißt das Musterland der Vorurteile? Sie wissen’s!

(md) Nirgendwo im alten Europa wurden Vorurteile gegen Fremde (heute: Ausländer) so staatstragend gepflegt wie im Deutsch sprechenden Zentrum des Kontinents. Durch die blutigen Türkeneinfälle (bis 1683, als Wien fast zu Tode belagert wurde!) war die Bevölkerung, sowohl die betroffene (altes Österreich) als auch die überhaupt nicht betroffene (deutsches Kleinstaaten-Sammelsurium incl. Bayern), höchst verunsichert und fürchtete die osmanische Fremdherrschaft und die Ausrottung des Christentums. Diese Furcht hielt, wie es bei Furchten üblich ist, viele Generationen lang an. Das Polenheer des Königs Sobieski hat zwar die Türken vor Wien geschlagen und gedemütigt,  die Vorurteile gegenüber Türken und damit gegenüber allen Fremden sind jedoch geblieben, auch wenn die meisten damaligen Ausländer die altösterreichischen Lande friedlich betraten bzw. durchquerten. Nicht zuletzt zu dem Zweck, das Volk aufzuklären und ihm die Angst vor allem Nicht-Einheimischen zu nehmen, wurden so genannte Völkertafeln in Auftrag gegeben, von Klosterbrüdern, die den allgemeinen Analphabetismus überwunden hatten, farbprächtig angefertigt. So erfuhren die Leute, wie die „Natureigenschaften“ fremder Menschen seien. An sich eine Bildungsinitiative – ebenso wie die Kreuzwegstationen in den Kirchen –, heute in manchen Museen zu bestaunen. Beim heutigen Lesen der Texte wird einem aber ziemlich schwummelig. Denn unter diesen „Natureigenschaften“ findet sich eine gigantische Fülle dummer, dümmlicher, beleidigender und böser Vorurteile, wie nachfolgende Grafik beweist. Was Wunder, wenn das heutige Volk, mehr oder minder traditionsbewusst, nach wie vor von Vorurteilen behaftet ist…

Völkertafeltext

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Sagen sie mal, Herr Steinmeier…

(rf) … wie hoch ist Ihr Verbrauch an Paspertin (Anti-Brechmittel, heute MCP)? – Ich sah wieder einmal ein Foto von Ihnen und dem neben Ihnen sitzenden griechischen Vize-Premier Evangelos Venizelos auf dem Bildschirm. Das ist doch der griechische Politiker, der wie andere seiner Ministerkollegen die EU in Sachen Verschuldung Griechenlands mehrfach belogen hat und dafür im In- und Ausland, vornehmlich in seiner eigenen korrupten Heimat, heftig im Kreuzfeuer der Kritik stand. Sie, Herr Steinmeier, sitzen wieder neben diesem Mann und machen gar kein übel gelauntes Gesicht. Wie das? Hat Venizelos (Foto unten) eine Reinigungskur bei den Mönchen von Athos abgelegt? (Eine erfolgreiche Abspeckkur des Fleisches hat er, wie das Foto zeigt, bisher jedenfalls noch nicht hinter sich.)

Das frage ich mich immer dann, wenn ich Sie sehe, Herr Steinmeier, den ich sehr schätze, vor allem für Ihre Ausbügelungsenergie und Bescheidenheit gegenüber politischen Merkel-Gegnern im Ausland (ich nenne nur rein zufällig Putin). Haben Sie einen besseren Magen als Ihr immer grantig dreinschauender Kollege Schäuble oder ist es bei ihnen die klassische diplomatische Politikerkorruption, die eine stets freundliche Maske verlangt? Da erscheint mir Ihr russischer Außenministerkollege Lawrow ehrlicher: der schaut wenigstens immer grantig und ablehnend, weil er keinen Hehl daraus macht, wie unsympathisch ihm manche Kollegen und deren Aussagen sind.

Ve3nizelos

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Klosettfrau Dr. phil. Anna Schulze

(kb) An der Ladenkasse von Kaiser’s in Berlin-Moabit kassiert ein junger Mann mit Hochschulabschluss in Physik, bei Kaiser’s am Nollendorfplatz eine absovierte Architektin und ihre Kollegin an der Kasse daneben hat ihr Germanistikstudium erfolgreich beendet. Neugierig erkunde ich mich während des Zahlvorganges, weshalb sich diese Jungakademiker als Minijobber verdingen. Die Antworten, beinahe identisch: Man nutze die Zeit und warte auf einen geigneten (Traum-)Job. Das erinnert mich an die Klofrau vom berühmten Pariser Café de la paix, die auf die Erklärung des seierzeitigen Kultusministers Jack Lang der Tageszeitung Figarro ein Interviwe gab und darin meinte, es gäbe keine Akademikerschwämme in Frankreich, und wenn zu viele Leute an die Hochschule gingen, dann sei das in Sachen Emanzipation ausschließlich positiv. Sie schäme sich nicht, hinter den Gästen den Dreck wegzuputzen.

Das ist bereits sehr lange her. Der ehemalige Bundesdeutsche Staatsminister für Kultur im Kabinett Schröder, Uniprof. Nida-Rümerlin, München, betrachtet die Sache etwas sensibler als sein vormaliger französischer Ministerkollege. Er sieht – in Opposition zur OECD – ein wachsendes Missverhältnis zwischen akademischem und nicht-akademischem Nachwuchs in unserem Lande. Abgesehen davon, dass für das Gedeihen des Staates gut ausgebildete Handwerker und Facharbeiter wichtiger seien als eine Fülle praxisferner Akademiker, würden die Nichtakademiker ein durchschnittlich besseres Einkommen haben als irgendwelche (Geistes-)Wissenschaftler.

Es ist zu hoffen, dass die in Sachen Schulbildung untätigen Kultusminister, denen immer noch die OECD-Vergleiche im Kopfe herumgeistern, auf Leute wie Nida-Rümelin hören und vom „Akademikerakademisierungswahn“ (N-R) abstand nehmen.

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Merkel-Vasall Jens Spahn, seien Sie vorsichtig!

(rb) Als einziger Hoffnungsträger, der in der Merkel-CDU nicht als devoter Schleimscheißer unter der Obwacht der übergroßen Mutti  hockt und stillhält, fällt mir der vergleichsweise junge Jens Spahn zunehmend angenehm auf. Seine langjährige Parteiarbeit hat ihn gewieft werden lassen. Optisch mag er, nicht nur dank seiner dominanten Retrobrille, polarisieren, aber ist er glücklicherweise kein Schönling à la Guttenberg und auch kein Verlegenheitsschwätzer wie sein Wahlkreis-Konkurrent. Insgesamt erscheint er mir als chancenreichster Nachfolger der Frau-Holle (Kanzlerin), an deren Seite er gestern als neues Mitglied im Parteivorstand gekürt wurde.

Nun sollte er, seinen Ehrgeiz etwas dezenter als bisher pflegend, gut aufpassen, dass er sowohl als Merkel-Vasall und kundiger Kundler nicht nur in Dingen des Gesundheitswesens an thematischer Breite gewinnt und dabei – ohne Schleimspuren – Sympathisanten gewinnt. Roman Herzogs seinerzeitiges Kompliment für Spahns Äußerungen in Fragen der Rentenpolitik war kurzlebig. Neues muss her, lieber Spahn. Auch eine Ersatzbrille mit dezenterem Rahmen wird fällig, ebenso ein Coach für Rethorik und Argumentation. Dass die Frau Holle nicht nur Gold, sondern auch Pech auszustreuen im Stande ist, wissen Sie seit der Grundschule. Also bitte Vasall bleiben und Aftervasallen meiden. Unter Letztgenannten gibt es die meisten Neider und Giftspritzen!

 

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Israel-Politik: Unter Merkels Samtpfoten vermute ich auch Krallen

(vd) Den Schutz des Staates Israel zu garantieren, entspricht deutscher und US-amerikanischer Staatsräson. Da passiert es, dass im CDU-freundlichen ZDF heute abend der Redakteur Walde, der zuvor mit Gysi ein vergleichsweise faires Kurzgespräch führte und danach die CDU-Hoffnung Jens Spahn offen aussprechen ließ, was diesem an den CDU-Granden, Angela Merkel inklusive, immer mehr stinkt. Danach kam es – völlig überraschend – zu einem Beitrag, die Siedlungspolitik der Regierung des Staates Israel betreffend. Genau das Thema, dessen kritische Erörterung immer gern zum Tabu gemacht wird, um echten und angeblichen Antisemitismus herauszufiltern bzw. herauslesen zu lassen. Ich stelle hier fest, dass ich weder Semit noch Antisemit bin, wenn ich die Ungehörigkeit der Politik Israels kritisiere, international anerkanntes Palästinenser-Gebiet mit Wohnblöcken und Fremdsiedlern zuzupflastern. Da die zuständigen Regierungsstellen des Staates Israel, für deren Schutz vor Feinden sich zuvörderst die bundesdeutsche Regierung nebst den USA verantwortlich fühlt, da des weiteren nicht nur Obama und Merkel, sondern zuletzt auch Steinmeier mit Appellen gegen den fortgesetzten Siedlungsbau abgeblitzt sind und wie begossene Pudel und Pudelinnen im Regen stehen gelassen wurden, wundert es mich nicht, dass immer glaubhaftere Verschwörungstheorien kommuniziert werden. Eine davon, die Regierung Israels erhielte großes Geld von einem der reichsten jüdischen US-Unternehmer der Erde, um den illegalen Wohnungsbau auf palästinensischem Sand fortzusetzen und damit der Restwelt zu demonstrieren, dass Israel sich nie und nimmer in eigene Angelegenheiten hineinmischen lässt.
Da sich unter Angela Merkels politischen Samtpfoten, wie im Fall ihrer antiputinschen Äußerungen nachweisbar, auch Krallen verbergen, appeliere ich an die Frau Kanzlerin, dieselben einem auch kontra Netanjahu auszufahren, und sei es nur zur Abschreckung gegen weitere Baugenehmigungen…

 

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Wehe, wenn die Will nicht will!

(jz) „Diese CDU-Schnalle!“ empörte sich gestern abend unser Redaktionsgast Silvio, bevor ich ihm weitere frauenfeindliche Äußerungen untersagte. Was den ansonsten gemütlichen Silvio aufbrachte: Anne Will, diese gelegentlich schwer erträgliche Ersatz-Regierungssprecherin für Kontroverses, zerstückelte mit rhetorischem Hackebeil, verbrämt mit Dauergrins, in einem Disput – DDR-Vergangenheit einiger Thüringer Politiker – zwischen der Ministerin Johanna Wanke, dem offenbar vorgestrig denkenden Autor Bok und deren Gegenüber, Dietmar Bartsch (Linkspartei) und Yasmin Fahimi (SPD), die Argumentation der beiden Letztgenannten, um fadenscheinige Wortmeldungen der Ex-DDR/CDU-Frau Wanka unversehrt zu belassen. Der vergleichsweise elegant formulierenden Frau Fahimi war es zu verdanken, dass es nicht zu einem unwürdigen Zickenkrieg kam, gestern in der ARD.

 

 

 

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Totengräber der ukrainischen Wirtschaft sind bei uns kein Thema…

(hs) …denn in unseren Medien liest und hört man nach wie vor nur vom bösen Putin, der dem Nachbarn Uraine nichts Gutes will. Über den korrupten, spekulativen Sauhaufen an Dnjepr, Dnjestr, Bug und Donez lese ich nichts. Von Namen jener ukrainischen Millionäre, die ihren Staat und dessen Bürger frech betrügen, keine Spur in unseren Medien. Wenn schon, dann heißt es, die Ukraine stehe vor dem Staatsbankrott oder sei bereits mitten drin. Wie dies?

Nach Angaben des staatlichen Statistikamts der Ukraine gingen 91 Prozent der Investitionen des Landes in internationale Steueroasen. Seit dem 1. Oktober gingen 90,6 Prozent der Investitionen in die Steueroase Zypern (die heute über die jüngst erfolgten Maßregelungen durch die EU nur lachen kann). Das entsprach einer Summe von 5,819 Milliarden US-Dollar. Weitere 0,4 Prozent der Investitionen gingen lut ukrainischem Statistiamt auf die Jungferninseln, was einer Summe von 25,8 Millionen US-Dollar entsprach.

Die Nachrichtenagentur Ukrinform zitiert aus dem Quartals-Bericht des Statistikamts: „Das Volumen der Direktinvestitionen aus der Ukraine in die westliche Weltwirtschaft belief sich seit dem 1. Oktober 2014 auf 6,426 Milliarden US-Dollar, von denen 6,046 Milliarden US-Dollar (94,1 Prozent der Gesamtsumme) in EU-Länder gingen. In anderen Länder wurden 380,6 Millionen US-Dollar (5,9 Prozent des Gesamt-Volumens) angelegt.“ Ukrainische Investitionen in die Russische Föderation gingen im selben Zeitraum um 1,7 Prozent auf 254,7 Millionen US-Dollar zurück.

Der von den USA dominierte IWF heuchelt Sorgen, die EU mit ihrem finanzerfahrenen Boss schweigt sich aus und die deutsche Politik gibt sich ahnungslos. Und die Medien dieses unseres Landes? Schweigen im Winterwald. Sind unsere Journalisten bestochen oder haben sie Schreibverbot? Bleibt dem aufmerksamen Beobachter nur der Griff zu einer Tafel Schokolade, vielleicht sogar ukrainischer Herkunft? Bin gespannt, wann der wohl nur aus Angst vor einem gierigen russischen Bärenklau erfolgte Nacht-und-Nebel-Transport von 42 Tonnen ukrainischer Staatsgoldreserven in die USA deutsche Schlagzeilen zieren werden!

 

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