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Berlin: Hat Tim Renner seine Leute im Griff?

(silv) Kaum war er, dieser optisch sympathische Typ von nebenan, als Kultur-Staatssekretär im Amt, höre ich, dass eine Jury der „Unerhörten Musik“ die Senatsmittel für das Jahr 2015 streichen will. Ich gehe davon aus, dass diese Entscheidung am neuen Chef vorbei gegangen ist. Ansonsten müsste ich’s als äußerst zweifelhafte Visitenkarte des Staatssekretärs betrachten: Immerhin ist die „Unerhörte Musik'“ seit vielen Jahren ein bewundernswertes Podium und Springbrett für nicht kommerzialisierte Musikkultur der Gegenwart.

Sollten Eingaben zum Erhalt der Förderungsmittel für die „Unerhörten“ nichts bewirken, kann ich den Berliner Komponisten, vor allem aber den kreativen Musici nur raten, eine spektakuläre Nackt-Demo vor dem Dienstsitz des Kulturstaatssekretärs zu inszenieren. Statt der bei Demons üblichen Transparente müssten sie, um sowohl in der lokalen als auch in der überregionalen Presse gewürdigt zu werden, mit ihren Instrumenten auftreten: Geiger nackigDie weiblichen Teilnehmer könnten auf Querflöten und anderen  Blasinstrumenten aufspielen, die männlichen sollten – um auch in homophoben Medien anzukommen -, vorrangig Geigen und Celli vors Gemächt halten. So eine Demo käme nicht nur im Boulevard, an dem es in Berlin keinen Mangel gibt, gut an.

In jedem Fall ist zu hoffen, dass der neue Berliner Kulturchef seine Leute im Griff hat und ohne sein Wissen keine zweifelhafte Jury-Entscheidung gefällt wird.

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