Monthly Archives: November 2012

„Sieben magere Jahre“ – bisher unerwünschte Fremdwörter

(hp) Unser Wirtschaftswachstum, aus dem Herr Rösler samt Konsorten sein Glaubensbekenntnis konstruiert hat, bekommt einen Riss nach dem andern. Man liest davon bisher meist nur Einspaltiges. Gemütlich vorgetragene Bekundungen, wie wir sie vom gerne humorigen rheinischen Beruhigungssenior der FDP erfahren, entlarven sich wie abgestandener Schaumwein. Auch wenn erst wenige Unternehmen mit Sitz in Deutschland offen zugeben wollen, dass düstere Wolken nahen, die zunehmend dräuender werden, dürfte doch jeder, der sich vom Privatfernsehen noch nicht völlig vertrotteln ließ, erkennen, was uns bevorsteht: Dass auch bei uns die fetten Jahre zu Ende gehen, erkennt man noch nicht scharf umrissen, weil wir durch Krisennachrichten aus anderen Ländern abgelenkt werden. Griechenland bekommt nun auch deutsches Steuergeld, auch wenn es in unserer heutigen Milliardenwelt erstmal nur lächerliche 730 Millionen Euro sein werden. Wir können es uns leisten, wir, das „reiche“ Deutschland, Motor und Profiteur des Euro-Raumes. Das schafft wohlige Ruhe bei denen, die versorgt sind. Als Wutventile tun die politischen TV-Magazine und Tratsch-Runden  ihren Dienst. Und aus sensibleren  TV-Programmen erfahren wir, wie schrecklich es in großen Teilen der Welt zugeht – im Gegensatz zur glückhaften Situation hierzulande.

Die erfolgreiche Amerikanisierung der Wirtschaft und Finanz(un)moral in unserem Staat wird vom Bürger von der Straße längst als gottgegeben hingenommen. Hierzulande muß niemand verhungern. Daher wird es ruhig bleiben. Die amtierende Regierung lobt sich im Stil eines perpetuum mobile. Die SPD mit ihrem politisch zweischneidigen Spitzenkandidaten bleibt gediegen, beinahe brav, um sich für eine solide Partnerschaft in der unabwählbaren Merkel-Regierung ab 2013 mit einem in dieser Funktion geeigneten Vizekanzler Steinmeier  bereit zu halten. Und die Grünen? All das, was sie bis zum Energiewendeprojekt ausmachte, wurde und wird von der amtierenden Politik absorbiert. Ganz links bleibt, zwischendurch regelmäßig von Kauder & Co. lächerlich gemacht,  ganz links, und die Piraten segeln mangels Disziplinator ins machtlose Nichts. Je magerer die Jahre werden, desto fetter werden die Leute. Weiter so!

Kommentare deaktiviert für „Sieben magere Jahre“ – bisher unerwünschte Fremdwörter

Filed under Feuil­le­ton

Aarons private Tagesthemen v.29.Nov.

(hp) Entenbrüstl in Orangensauce mit Kartoffelknödeln: Silvia kocht recht gut, noch unverdorben von Küchengöttern wie Lafer und Konsorten. Nach unseren beiden Studis sowie Helen, unserer Konvertitin, kam noch Ronny, der  Haussoziologe. Weshalb es bei ihr immer so gut schmecke, fragte Helen. Silvia, frei nach Tante Jolesch: „Ich servier‘ absichtlich immer ein bissel zu wenig.“ Den Spruch hatte sie bei F. Torberg gelesen, den hier kaum jemand kennt. Doch zur Sache, ihr Lieben. Wir wollen unseren wöchentlichen Gastro-Jour fixe in einer Art Protokoll festhalten. Politisches ist erst ab dem Dessert erlaubt. Strenge Hausordnung, gut so.

Ranking
Die EU will die Ranking-Agenturen an die Kandare nehmen, weil deren nicht immer ausgerwogene Aussagen den Markt ungünstig beeinflussen. Kam im Radio (logo: rbb Info). Aaron: Rankings begannen mal als sinnvolles Sado-Maso-Instrument für Aktionäre und andere Investoren, die sich rasch z.B. über die Qualität von

Ranker A.Rose

Ranker A.Rose

Unternehmen informieren  wollten. In den Wochen, als die zweisprachigen Straßentafeln (Englisch und Jiddisch) rund um die Wall Street durch solche mit lediglich englischer Beschriftung ausgetauscht wurden, also im Jahre Schnee, eröffneten Börsenleute in New York erste Agenturen. Wer gerankt werden wollte, musste sich einkaufen und Ranker in seine Firma lassen. Nur gefinkelte Prüfer wie Jonathan Weinfieber ließen sich von den Finanzchefs der Firmen nicht einlullen, sondern gaben ihren Anlegern, meist Kriegsgewinnern, die für die Auskünfte viel Geld hinlegen mußten, relativ ehrliche Berichte. So begann es. – Wie alles im ungezügelten Kapitalismus entwickelte sich das Ranking zu einem unverzichtbar gewordenen Dienstleistungsmonster mit so gewaltigem Einfluss, dass nicht nur Firmen, sondern ganze Staaten vor den Großen Drei zittern müssen, da sie sich – für sehr gutes Honorar – als gut zahlrende Kunden höchstselbst diesen Wallstreetdrachen ausgeliefert haben…

Churchill und Rösler
Ersterer fand bekanntlich nur jene Statistiken glaubhaft, die er selbst (mit-)gefälscht habe, heißt es. Herr Rösler und sein General  scheinen in dieser Hinsicht mit dem großen Briten verwandt zu sein. Der von der hiesigen Regierung in Auftrag gegebene Armutsbericht ist zwar nicht nur Statistik, da sie textlich bereits mehrfach geschönt wurde, bevor das 500-Seiten-opus nach der Bearbeitung im Sozialministerium im Wirtschaftsressort optimiert werden konnte, damit der Glorienschein über der erfolgreichsten Regierung der Frau Dr. A. Merkel noch leuchtender erscheine. Nach Röslers Handanlegung ist es nicht mehr drastisch mit der Auseinandertrift zwischen sehr reich und sehr arm im Lande. Fein, möchte man rufen. Freut euch, sächsische 3-Euro- 90-Friseusen: Es ist gar nicht so, wie es uns Opposition  und Sozialvereine immer vorjammern. Wählt wieder Merkel & Co., dann bleibt ihr in guten Händen. Euren Kolleginnen in Bangladesh geht’s viel schlechter! (wird fortgesetzt).

 

 

 

 

Kommentare deaktiviert für Aarons private Tagesthemen v.29.Nov.

Filed under Feuil­le­ton

Sind Sie Reitsportler, Jakob Augstein?

(silv) Verdächtig, Herr Augstein! In einem Ihrer jüngsten Kommentare auf Spiegel online erkecken Sie sich, in Sachen Ummünzung von Israel-Kritik in Antisemitismus Stellung zu nehmen. Sie schreiben, Israel sei nicht nur eine Demokratie (auf seinem garantierten Staatsgebiet), sondern auch eine Besatzungsmacht („in den besetzten Gebieten: Dort stehen Millionen Menschen unter israelischer Herrschaft, die kein Anrecht auf diese Rechte (gemeint sind die der israelischen Staatsbürger) haben, weil sie nicht Staatsbürger Israel sind“). Wie kann man nur, Herr Augstein, öffentlich die Wahrheit sagen?! – Weshalb buckeln Sie nicht wie viele Ihrer schreibenden KollegInnen? Aktuelles Beispiel: Heute ist viel zum 100. Geburtstag des seinerzeitigen Vorsitzenden des Zentralrates der Juden, Heinz Galinski, zu lesen. Nirgendwo habe ich auch nur einen Hinweis darauf gesehen, das Galinskis Tochter, verehelichte Hecht, das Erbe ihres Vater auf ehrenhafte Weise verwaltet und weiter führt. Und es (seit Jahren) hinnimmt, vom heutigen Zentralrat und nicht nur von diesem als persona non grata ausgegrenzt zu werden, weil sie sich – noch ausführlicher als Sie – tiefgründig mit israelischer Politik befasst und sich der Wahrheit verpflichtet fühlt.
Weshalb im Titel dieser Anmerkung nach Pferden gefragt wird? – Mir ist ein Spruch eingefallen, den mir eine wohlwollende Verwandte vor Jahren in mein Stammbuch schrieb: „Wer die Wahrheit sagt, muß ein schnelles Pferd haben!“

P.S. Haben Sie zufällig erfahren, weshalb Bundeskanzlerin Dr. A. Merkels Rede in der jüngsten Zentralratssitzung in Frankfurt unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand??

 

Kommentare deaktiviert für Sind Sie Reitsportler, Jakob Augstein?

Filed under Allgemein

Nicht jeder ist ein Barenboim: Hausverbot für Ali oder Daniel?

(hp) Silvia hat abgeräumt. Unser Kaffeekränzchen ging voll daneben. Es hat gekracht:  Ali, bisher zumindest bei uns nie zuvor ausgeflippt, knallte seine Zwiebelmustertasse zu Boden und danach die Zimmertür ins Schloss. Was war passiert?
Nichts. Außer dass auf dem Couchtisch ein Weltalmanach 2011 nicht ganz zufällig auf jener Seite aufgeschlagen da lag, die die Entwicklung des palästinensischen Staatsgebietes innerhalb der Grenzen Israels seit der Staatsgründung 1948 zeigte. Auch die flächenmäßige Verkleinerung bis heute. Von den Palästinenser-Gebieten gibt es heute nur mehr einen völlig zerstückelten Flickenteppich, der jede Hoffnung auf eine Zwei-Staaten-Lösung auf einen tragischen Witz reduziert. Obwohl der Begleittext ohne Lesebrille bzw. Lupe gar nicht zu lesen war, raunzte Daniel, der sich, sobald er jemand Neuen kennen lernt, mit „Ich bin Jude!“ vorstellt, angewidert: „Geht’s schon wieder los, ihr Antisemiten?“ – Das war eine unmissverständliche Anspielung auf eine mehrere Tage zurückliegende Diskussion über das Nahost-Problem, in der Jan blöderweise den Namen des Historikers Ilan Pappe erwähnt hatte. – Sie, lieber Leser, kennen den 1954 als Sohn deutscher Juden in Haifa geborenen Historiker nicht? – Ihm wurde, weil er sich ehrenhaft und wahrheitsgetreu der Gründungsgeschichte des Staates Israel widmete (Titel seines Buches: „Die ethnische Säuberung Palästinas“, 2007 bei Zweitausendeins erschienen) und nichts unterschlug oder uminterpretierte, in Israel die Hölle heiss gemacht, sodass er nach Großbritannien emigrierte, wo er sofort eine Professur erhielt. Zurück zu unserer abgebrochenen Party:

Unser offen schwuler Freund Hans-Peter hatte Daniel, geboren als Arztsohn in Tel Aviv, laut eigener Aussage von den Eltern zum „Geiger“ dressiert, aber leider kein Wunderkind geworden, „aufgerissen“. Dany studiert an der Universität Potsdam. Auf dem schwul-lesbischen Berliner Straßenfest outete sich Dany im Juni als moderner, schwuler und toleranter Israeli. Die Auszeichnung seines Vornamensvetters Barenboim sahen wir jüngst gemeinsam im Fernsehen. Aus Danys Bemerkungen glaubten wir,  es mit einem modernen Menschen in unserer Runde zu tun zu haben…

Silvia: „Vielleicht hat ihn jemand aufgehetzt.“ Ansonsten hätte er den ebenfalls schwulen Libanesen Ali nicht derart provoziert. – Die Entscheidung, welchen der beiden jungen Leute wir vorläufig nicht mehr zu unserem jour fixe einladen werden, haben wir bis Neujahr verschoben. Silvia wird ihm seine Videocassette „Exodus“ (Kinofilm von Otto Preminger, mit dem bisexuellen Paul Newman, 1960) mit der Post zurückschicken.

Kommentare deaktiviert für Nicht jeder ist ein Barenboim: Hausverbot für Ali oder Daniel?

Filed under Gesellschaft

Hitler-Doping auch dank Schering-Medizin?

(gw) Adolf Hitler sei während der Jahre seiner Karriere unter Drogen gestanden, hieß es jüngst in einer „History“-Folge im ZDF. Derlei Spekulationen sind nicht neu. Schon Anfang der 1950er Jahre gab es in den USA Ausstellungen mit Hitler-Porträts seit 1932. Es ging um Beweise, dass der spätere „Führer“ sich im Lauf der Zeit stark verändert habe, was nicht nur seiner chronisch schwächelnden Gesundheit zugeschrieben wurde. Also Drogen. Als ich anlässlich eines Besuchs in Harward einen der Kustoren, der sich Sal Cullen nannt, darauf ansprach, erhielt ich skurrile Infos serviert. Von Kokain war die Rede, ebenso von Arsen, Strychnin und Doping-Hormonen. Letzteres habe ihm die Berliner Schering AG extra zubereiten lassen.

Hitlers Leibarzt Prof. Theo Morell

Hitlers Leibarzt Theo Morell

Dass Hitler im Lazarett Pasewalk, Vorpommern, 1918 wegen einer Senfgasvergiftung mit einem Mittel behandelt wurde, das Strychnin enthielt, ist nachgewiesen. Dass man alten Gäulen früher und wohl auch noch heute Arsenik in den Hafer mischt, ist ein traditionelles Veterinär- und Bauernrezept. Denn sowohl ein alter Gaul wie ein altersschwacher Opa blüht nach wohldosierter Aufnahme des Giftes kurz- bis mittelfristig auf und entwickelt eine Art neuer Fitness.

Zurück zum Thema Schering und Hitler:  In der seriösen Literatur findet man zahlreiche Hinweise darauf, dass Progynon, das allererste Hormonpräparat der Schering AG, nicht nur für die vom Hersteller vorgesehenen Indikationen „Schwere Menstruationsprobleme und hormonell bedingte Wachstumsstörungen“ eingesetzt wurde. Eine Reihe von Ärzten probierten das Progynon (1928) und seine hormonalen Nachfolger bis zum ersten oral verträglichen synthetischen Estrogen (Ethinylestradiol, 1937) bei Männern aus, deren unterschiedliche Leiden auf Störungen des Hormonhaushaltes zurückzuführen sein könnten. Diese Vermutung hegte auch Hitlers LeibarztDr. Theo Morell, der seinem Chef gegen dessen „Schüttelkrankheit“ (Morbus Parkinsoin) neben anderen Medikamenten auch das  Scheringsche Progynon verschrieb.

Wie an den Fotovergleichen feststellbar, hatte Hitler einige Jahre lang aufgeschwemmte Gesichtszüge, offenbar eine Folge der Hormoneinnahme. Wie man in Morells Memoiren nachlesen kann, wurde Progynon auch deshalb abgesetzt, weil sich das Links-Arm-Schütteln Schütteln nicht wegtherapieren ließ. In der Arbeit „Die Schering AG in der Zeit des Nationalsozialismus“ (ISBN 978-3-9814203-1-9) weist der Autor auf dieses bekannte Faktum hin (S. 160).  Über etwaige weitere Liefererungen, z.B. des aggressionsfördernden männlichen Hormons Testosteron, gibt es in den Schering-Archivalien keinen Hinweis.

 

Kommentare deaktiviert für Hitler-Doping auch dank Schering-Medizin?

Filed under Geschichte, Verlagsmitteilungen

„Sporno“-Disput: Der rbb heuchelt mit.

(hp) Ausgerechnet am Totensonntag widmet sich rbb-Inforadio im Sendeteil „Abseits“ der Frage, ob dreiviertelnackte oder voll entblößte Sportlerinnen und Sportler vom Kapitalismus zu Objekten mit dem Ziel der Männerbegeilung missbraucht werden. Von „Sporno“ ist die Rede, obwohl von einer Pornografisierung mangels sexueller oder gewalttätiger Darstellungen keine Rede sein kann. Außerdem ist das Thema weder neu noch unangenehm. Denn niemand zwingt einen jungen Menschen – welchen Geschlechts auch immer – sich ganz oder nur dreiviertelnackt zur Schau zu stellen. Oder hat man von erzwungenen Fototerminen bei „Playboy“ oder anderen Unterhaltungsmedien gehört oder gelesen?

Bruce Weber, ein US-amerikanischer Spitzenfotograf, nahm 1982 den attraktiven Auftrag eines Medienkonzerns und des dem Exhibitionismus verpflichteten Magazin Interview an, Sportler der amerikanischen Olympiamannschaft abzulichten. Sein Talent, auch in einem Architekturfoto eine erotisierende Komponente unterzubrigen, feierte ästhetische Perfektion. Weber hatte es – etwa im Gegensatz zu seinem Kollegen Newton – nicht nötig, die Körper seiner „Opfer“ einzuölen. Seine Bilder, die um die Welt gingen, zeichneten sich durch Eleganz und Natürlichkeit der dargestellten Personen aus. Da die qualitative Exklusivität nicht leicht nachzuahmen war, verfuhren die Redaktionen nach bewährten Rezepten. Je nach Zielgruppe galt es, speziell weibliche Körper so erotisch wie möglich zu zeigen. Auch Männer, die sich pudelnackt zeigen, wurden nicht benutzt. Die meisten der Fotografierten erhöhten ihre kommerziellen Chancen, vornehmlich in der fleischgeilen Werbung. Aus traditionsreichen Pin-ups, die zur Verschönerung von Soldaten-Spindtüren dienten, wurden optische Produkte mit dem Ziel, die Fleischeslust des/der Betrachter/in zu erhalten bzw. zu erhöhen usf.

Als die Olympiade-Verantwortlichen 1996 Beach-Volleyball als Disziplin zuließen, blieb die Emanzenfront ziemlich ruhig. Jedes Kind wußte ja, dass die Spielerinnen nicht in katholischen Schutzkleidungen auf künstlichen Sandfeldern umherspringen, sondern in möglichst knapp sitzenden Bikinis. Dass sich nun eine britische Autorin dem Nicht-Skandal-Thema Fleischeslust auf Kosten der Frauen widmet, ist zwar gänzlich uninteressant, war dem rbb Inforadio jedoch eine Erwähnung zu bester Sendezeit wert.

 

Kommentare deaktiviert für „Sporno“-Disput: Der rbb heuchelt mit.

Filed under Feuil­le­ton

Schamhaar-Zählung in Raabs TV-Show wird voraussichtlich pannenfrei!

(hp) Mit Erleichterung nimmt unsere Silvia, Pseudo-Olympionikin, folgende Message auf, die ihr über facebook aus Köln zugespielt wurde:
„Der Kritisiererei an seiner pannenstarken Turmspringer-Sendung hat Stefan Raab satt. Bei der ersten Probe für sein neues TV-Format „Schamhaarzählen bei Raab“ sei außer einer unterleibischen Schnittwunde am Body eines Jungdarstellers, der seine Noch-Behaarung kurz vor Probenbeginn mit einem überscharfen Skalpell stylen wollte, nichts Wesentliches passiert. Ein publikumsgeiler Jungschauspieler, der sich überraschenderweise trotz Missachtung des Penisgrößen-Limits („nur m bis l“) ins Casting einschmuggeln konnte, soll des Studios verwiesen worden sein.“ – Wir enthielten uns jeden Kommentars.
Hans-Peter E. will seinen Essay „Über den Import US-amerikanischer Unsitten und deren Wirkungen“ demnächst dem Axel-Springer-Verlag und der Zeit anbieten.

 

 

Kommentare deaktiviert für Schamhaar-Zählung in Raabs TV-Show wird voraussichtlich pannenfrei!

Filed under Satire

Wie Berlin beim Sterben hilft

Berlin, Hohenzollerndamm: Sterben leicht gemacht

Berlin, Hohenzollerndamm: Sterben leicht gemacht. Fragt sich wann?

(hp) Mitten in Berlin erhebt sich dort, wo für Einbieger aus der Cuno-Str. der Blick auf die Gegenfahrbahn des Hohenzollerndamms frei sein müsste, eine der zahlreichen sichtbehinderten Reklametafeln der Firma Wall, die auch die modernen öffentlichen WCs betreibt. Dass diese rührige Firma auch mit der traditionsreichen Berliner Bestattungsanstalt Grieneisen verbandelt scheint, beweist dieser skandalöse Aufstellplatz (Foto), der angesichts der aktuellen ARD-Plakataktion über Sterben und Tod besonders drastisch erscheint. Wie viele Verfluchungen der  Wilmersdorfer Verkehrsamtsmenschen hier bereits stattgefunden haben, weiß ich nicht. Bleibt bis zum Zeitpunkt, da diese Reklamesäule versetzt wird, die Hoffnung, dass das Bezirksamt und die Wallschen Standortpfleger reagieren, bevor’s kracht…

Kommentare deaktiviert für Wie Berlin beim Sterben hilft

Filed under Morgengalle

Werden Sie weltfremd, Dr. Gysi?

(rb) Da höre ich im rbb im Zusammenhang vom eventuell bevorstehenden Einsatz deutscher Soldaten an der türkisch-syrischen Grenze. Samt Gerät, versteht sich. Sie, Herr Dr. Gysi, der Sie – egal, ob der Bundestag eine Regierungszusage abnicken müsste oder nicht – grundsätzich gegen solch einen „Hilfseinsatz“ sind, sollen laut Radio erklärt haben, Deutschland sei doch kein Weltpolizist. Da frage ich mich doch, ob Sie noch mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen stehen: Nur deshalb, weil Libyen für die Bundeswehr dank französischen Engagements nicht infrage kam, ist es doch offensichtlich, dass sich die USA seit Jahren auf Deutschland als Hilfssheriff  verlassen. Auf dem Balkan begann’s, danach kam die immer wieder – auch in den Medien der Vereinigten Staaten – öffentlich geäußerte deutsche Garantieerklärung für den Schutz Israels gegenüber allen seinen Feinden usw.
Solang Deutschland innerhalb der EU als wirtschaftlich verlässlicher Dompteur funktioniert, bleibt die deutsche Dominanz selbstverständlich waffenfrei. Aber was wird sein, wenn es nahe der EU-Grenzen im Osten kriselt oder gar kracht?- Die USA werden sich, nachdem sie ihre militärische Weltpolizistenrolle im pazifischen Raum als Friedenshüter und Wachdienst wahrnehmen und sich auf die gut gerüsteten deutschen Freunde verlassen. Wofür sonst bräuchten wir die – verleihbaren – heimatlandsichernden Raketenstaffeln namens Patriot?

 

Kommentare deaktiviert für Werden Sie weltfremd, Dr. Gysi?

Filed under Feuil­le­ton

Digitale Bücher

Es ist uns eine besondere Freude mitteilen zu dürfen, dass unser Buch „Die Schering AG in der Zeit des Nationalsozialismus“ jetzt auch als eBook vorliegt, und zwar in den beiden verbreiteten Formaten Mobipocket (für KindleⓇ) und EPUB (für die meisten anderen Lesegeräte).

Im Laufe der nächsten Wochen werden  Sie das Buch bei führenden Händlern für elektronische Bücher im In- und Ausland finden. Ein Bezug direkt über den Verlag ist – anders als bei der Print-Ausgabe – leider nicht möglich.

 

Kommentare deaktiviert für Digitale Bücher

Filed under Verlagsmitteilungen