Worte zum deutschen Banken-Unwesen

(hp) Wir erinnern uns an die „notleidenden“ Banken. Ist auch gar nicht lange her. Jetzt erklärt jemand, der es wissen muß: Es gibt nur zu viele Banken in Deutschland, sagte der Chef der Deutschen Bank, John Cryan, vor kurzem in einem „Handelsblatt“-Gespräch. Eine vernünftige Analyse, meine ich. Dass der Brite anschließend das Märchen von der Niedrigzinspolitik als aktuell größtes Problem der Banken wiederholt, finde ich aber eher lächerlich. Das ZDF-Magazin „frontal“ zeigte gestern auf, wie stark etwa deutsche Sparkassen unter dem Niedrigzins leiden: Abgesehen davon, dass etliche ihrer Manager gegen das Sparkassengesetz verstoßen, ohne dafür an die Schandmauer genagelt zu werden, leiden sie ganz und gar nicht, sondern machen saftige Gewinne. Das Blödvolk der Kunden zahlt allerlei Kontoführungs- und überhöhte Überziehungszinsen, um die saufrech erhöhten Vorstandsgehälter zu finanzieren. So macht man’s im Neorealismus, wenn die Aufsichtsbehörde die gierigen Bosse nicht rechtzeitig an den Ohren zieht…

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SPD: Wo bleiben die Wiesehügels?

Wiesehügel zur Debatte über Managergehälter(kb) Der gewiefte Gewerkschafter Klaus Wiesehügel, als Arbeitsminister vorgesehen,  wäre der einzige Grund dafür gewesen,  die SPD und damit den Genossen Steinbrück zu wählen – trotz dessen Geburtsfehlers namens Arroganz. Nun gut, das war einmal. Verschütteter Milch soll man nicht nachtrauern. – Ich frag mich nur, wenn ich die Beamtenreihen im Bundestag sehe: Wo bleiben in der linken Reichshälfte die Wiesehügels? Sind die wenigen wort- und tatkräftigen   Gewerkschafter alter sozialdemokratischer Schule, die es vor einigen Jahren noch gab, frühpensioniert oder gar gestorben? Oder wurden sie von den Konzernen so satt gefüttert, dass sie sich die Parlamentsarbeit gar nicht antun würden? – Stille Gewerkschafter, Mitläufer ihrer Fraktion, sind für mich uninteressant. Also wähle ich demnächst keine SPD mehr, liebe Genossen!

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Ihre politische Sterbestunde ist noch unbekannt!

(gh) Als wären wirklich wichtige Themen von ihr bereits ausgelutscht worden, geifert derzeit sogar die als seriös geltende Journaille nach einer Auskunft über die eventuelle politische Sterbestunde der amtierenden Bundeskanzlerin. Dr. Angela Merkel zeigt selbstverständlich keinen Stinkefinger, was ich ihr gar nicht verübeln würde. Sie zeigt aber auch keine Raute, verzieht lediglich ihr Gesicht, als würde sie denken: „Ihr könnt mich mal!“

Obwohl seit Beginn ihrer gesamtdeutschen Karriere immer wieder Objekt  scharfstrichiger Karikaturisten, pflegt diese fleißige Frau bis dato einen klaren Pragmatismus in ihrem Tun, sodass sie – von allerlei Querelen nicht unbeschädigt geblieben – zum streitbaren Vorbild für Bravbürger geworden ist. Politisch wie privat. Und stark, was so viele ihrer vor allem innerparteilichen Gegner beweinen. Diese Frau weiß, was sie macht, auch wenn vieles, was sie möchte, nicht machbar ist. Sie scheut nicht davor zurück, Körbe einzustecken. Als gelernte Wissenschaftlerin weiß sie, dass es zuweilen sehr vieler Versuche bedarf, um ein Ziel zu erreichen. Ihre Ziele gibt sie sich selber vor. Von wem sie sich, falls überhaupt, beraten lässt, ist nicht ganz klar. Weit und breit aber keiner, der sie nicht achtet – im Inland wie im Ausland. Und wenn sich ihr noch so viele Gegner in den Weg stellen -, sie übersteht Hindernisse jeder Art. Offensichtlich mit Gesundheit gesegnet, wird sie versuchen, ihren Amtsbonus so lange wie möglich zu nutzen, bis sie ihre wichtigsten Ziele erreicht hat. Insofern stimme ich meiner schottischen Freundin Lizzy zu, die meint, die Journalistenfragen nach ihrem eventuellen Rücktritt 2017 seien keine Koketterie, sondern einfach nur blöd.

Eine der ersten Karikaturen. Mittlerweile wurde aus dem Jongleursdraht ein dickes Stahlseil.

Eine der ersten Merkel-Karikaturen. Mittlerweile wurde aus dem Jonglierstab der jungen Frau eine feste Peitsche.

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Auf ins neue Biedermeier!

(md) Das Wiener profil befasst sich in seiner aktuellen Ausgabe mit der „verrückten Welt“. Ich wundere mich, dass die Autoren nicht von der „verrückter gewordenen Welt“ schreiben. Denn das, was sich heute in dieser Welt tut, im Kleinen wie im Großen, ist doch eigentlich nichts Neues, sondern nur anders, will heißen: Es geht heute um neue, ungewohnte Verrücktheiten. Die äußeren Merkmale sind schlicht anders. Beispiel: Kalter Krieg. Gab es vor 1989 offene Drohungen à la Atomkrieg zwischen den Weltmächten, so gibt es heute, da man sich nicht gegenseitig ausrotten will, andere Formen, sich das Leben möglichst schwer zu machen. Die heutigen Transportmittel zur Austragung von Zwistigkeiten sind andere geworden, raffinierter sozusagen. Wurden seinerzeit Leute wie Chruschtschow von den Amerikanern gedemütigt und reagierten mit Aggression, so läuft es heute per Cyberkrieg, Sanktionen und Reiseverboten. Vom Westen früher gehätschelte Diktatoren wurden in der Erwartung, aus Diktaturen seien umgehend Demokratien herzustellen, beseitigt, was blutige Scherbenhaufen, Chaos incl. Terror zur Folge hat. Früher war’s anders. Und wir, hierzulande? – Wir nehmen’s zur Kenntnis, dass alles „verrückt“ ist, jammern und beschuldigen alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, schotten uns ab und verhalten uns wie in der Biedermeierzeit – nur eben anders als damals im originalen Biedermeier.

Keine Grund, sich zu ängstigen: die Welt ist zwar "verrückt", aber eben nur anders...

Keine Grund, sich zu ängstigen: die Welt ist zwar „verrückt“, aber eben nur anders als sie es bisher war…

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Es wird zu viel geschnackselt

(e) Als die Fürstin Gloria von Thurn und Taxis vor Jahren in einer Talkrunde darüber plauderte, dass Eingeborene in der Dritten Welt gern „schnackseln“, wurde über ihre Volkstümlichkeit gelästert. Die lästernden Journalisten fanden es damals nicht wichtig, das Fürstinnenwort zu hinterfragen. Der Frau Gloria ging es darum, auf ihre Art den Zusammenhang zwischen Überbevölkerung und Ernährungsmangel und Armut zu beschreiben, wozu sie aber dank des Moderators keine Gelegenheit bekam. Nur das köstliche Wort schnackseln ist geblieben, wohl deshalb, weil es außerhalb der bayerischen Mundart nicht bekannt war.

Über das Zuviel des Schnackselns hat sich bereits vor mehr als 200 Jahren der Brite Thomas Malthus Gedanken gemacht, weiterführende Überlegungen, ohne dazu die Dritte Welt zu benötigen. In den Elendsbezirken englischer Städte verhungerten damals Kinder, weil es deren zu viele gab angesichts der geringen Einkommen ihrer Eltern, die keine Empfängnisverhütung betrieben und offensichtlich auch, soweit es die Männer betraf, von der „natürlichen“ Methode des coitus interruptus zu wenig Gebrauch machten. Als wären sie zu ungebildet, um den Zusammenhang von Überbevölkerung und Geschlechtsverkehr zu erkennen.

In vielen Ländern Afrikas und Asiens, wo die Wurzeln der heutigen Überbevölkerung und der damit verbundenen Armut liegen, mag – nach den Verhütungsverboten der christlichen Religionen – dank UNICEF & Co. noch so viel von Bildung und Emanzipation der Frauen die Rede sein -, allein die Denke und der traditionelle Zwang, nur viele Kinder würden die Alten ernähren können, verhindert jegliche Drosselung des Kinderreichtums. Eine Frau in Ruanda, die nicht mindestens 6 Kinder  geboren hat, gilt nichts in diesem und in anderen Ländern, wo es weder eine Kranken-, noch eine Altersversicherung gibt. Das Problem ist als nicht das ungezügelte Schnackseln, sondern die soziale Rückständigkeit.

P.S.: Als die Berliner Firma Schering 1961 mit ANOVLAR die erste Antibabypille auf den Markt brachte, hatte Ägypten nur halb so viele Einwohner wie heute. Nach dem in Sachen Geburtenplanung aufgeschlossenen Diktator Abdel Nasser, der den Einsatz von ANOVLAR erlaubt und Aufklärungsprogramm für die Frauen in den ägyptischen Städten gefördert hatte, wurde es – dank der traditionskonservativen Männer – still um das Thema Geburtendrosselung. Aber in Ägypten ist es vergleichsweise humaner in Sachen Altersversorgung als in anderen Ländern der Erde…

 

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Zum Henker, Herr Juncker!

(kb) Sie kapieren wohl nichts mehr, Jean-Claude Juncker! Sitzen Sie auf einem so hohen Roß, dass Sie, von der goldenen Sonne des Geldes geblendet, das, was sich an der Basis tut, nicht mehr sehen und hören? Nachdem der lavierende Inselbrite höflich verabschiedet wurde, mit Freundschaftsküsschen ihrerseits belästigt, sollte man Sie ohne Kusshand zum Teufel jagen! – So, die erste Galle ist raus.

Wenn sich sogar der nagelneue österreichische Bundeskanzler, bisher erfolgreicher Manager des Großkonzerns ÖBB, bereits in seiner ersten Brüsseler Sitzung laut über Ihren EU-Entscheid, das Handelsabkommen mit Kanada (CETA) an den Parlamenten der Mitgliedsstaaten vorbei abzuschließen, empören muß, sollte das für Sie ein ernstzunehmendes Warnsignal sein:

Eine Direttissima für die Durchsetzung der CETA, lieber Herr Juncker, wäre die falscheAuf dem bevorsthenden EU-Gipfel wird nur abgenickt.Strategie, eventuellen Einsprüchen und damit verbundenen Verzögerungen aus dem Weg zu gehen. Wenn nun auch der deutsche Wirtschaftsminister warnend erklärt, das könnte das Ende der TTIP-Verhandlungen werden, dann sollten Ihnen die Grausbirnen aufsteigen. Was glauben Sie denn, wer Sie sind? Haben Sie Ihren EU-Juristen einen Maulkorb verpasst (siehe Bild)? – Als oberster Dienstleister der EU haben Sie nicht das Recht, sich – auch wenn durch Paragraphen abgestützt – aufzuführen wie ein König. Basta.

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Nationalismus: Ende der Schonzeit für Mütter (2)

(..) „Anstatt für Harmonie und Ausgleich zu sorgen“, erklärte jüngst eine bosnische Journalistin in einem französischen Radiosender, als es um die Greuel von Srebrenica ging, „haben sie, zum Teil sogar stärker als die Väter und Großväter, die Söhne aufgehetzt und den anerzogenen Hass auf die Serben geschürt.“  – Die Journalistin berichtete aus ihrer eigenen Vergangenheit. Sie selber sei auf ihre muslimische Schwester gehetzt worden, weil sich diese heimlich mit einem kroatischen, nicht muslimischen Arzt des staatlichen Krankenhauses von Sarajewo  verliebt hatte. Seit ihrer Flucht habe sie jeglichen Kontakt mit ihrer Familie abgebrochen. – Die eigene Mutter hetzte weiter, machte auch die entflohene Tochter und den ihrer Meinung nach zu laschen Ehemann schlecht bei den Nachbarn und in der Verwandtschaft. – Merke: Es gibt nicht nur Nationalisten, sondern auch Nationalistinnen. Mütter, denen alles Mütterliche abhanden kommt, wenn der/die Führer rufen!

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Islam: Ende der Schonzeit für Mütter (1)

(rg) Vielen Dank dem Deutschlandradio! – Endlich einmal widmet sich der mit Abstand intelligenteste der bundesdeutschen Radiosender einem Thema, das von so gut wie allen anderen Medien in einseitig praktizierter Rücksicht auf den Anteil der Frauen an den Problemen, die uns jugendliche Muslime männlichen Geschlechts machen, ignorieren. Zur Sache:

„Mütter erziehen ihre Söhne zu Paschas“, sagt Safeta Obhodjas, bosnisch-muslimische Schriftstellerin, und beschreibt die häusliche Erziehungspraxis. Söhne werden verwöhnt, mit allen Freiheiten ausgestattet, während Töchter von klein auf zu untertänigen, also unfreien Dienerinnen erzogen werden, von der Wiege an durch Kopftuch und Bravität in eine unmündige Zukunft gezwungen. Und dann wundert man sich, dass die jungen Männer  glauben, ihnen stünden alle Rechte eines freien Menschen zu, unabhängig von den jeweiligen Umständen. Wenn sich diese Freiheiten allerdings nicht ausleben lassen, werden speziell dazu begabte Jugendliche entweder verbittert, unausstehlich  oder gar kriminell. Sie fühlen sich von der Gesellschaft missachtet, ignoriert, ungerecht behandelt. Wenn sie dann Anerkennung suchen, die sie zu Hause nicht finden können, begeben sie sich in die Arme konservativer Imame, die sie in ihren Gefühlen, benachteiligt zu sein, bestärken. Und wir wundern uns!

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GrExit: Hochsaison für Angstmacher

(rf) Auf allen Kanälen, auf allen Titelseiten, auf allen Plantagen der Sozialnetzwerke beschäftigen sich Plethi und Krethi mit dem Grexit. Wie beim Fußball fühlt sich beinahe  jedermann als Analytiker und Strafrichter. So etwas sind wir gewohnt, nicht zuletzt vom Mann, der – ohne sich persönlich aufs Spielfeld begeben zu haben – vom Sofa aus urteilt.

Unter das schreibende und tönende Volk mischen sich, wie bei jedem größeren Ereignis, auch die Verschwörungstheoretiker und die Angstmacher. Vieles von dem, was die Letztgenannten äußern, ist Mist. Die Gefahr dabei ist, dass dieser Mist zum Dünger wird für die Nicht-Briten, denen die EU ohnedies nie etwas anderes war als eine teure Bürokratendisco für jene, die über Finanzen und damit über Macht verfügen. Viel mehr als Reisefreiheit – und die auch nur für jene, die das Geld zum Reisen haben -, kam ja bisher nicht an beim sogenannten kleinen Mann. Und Europa ist voller kleiner Männer. Und die sind seit je besonders empfänglich für Angstparolen.

Wenn nun der Boß des österreichischen Magazins profil, Christian Rainer, feststellt, die EU  ringe „mit dem Tod“, dann ist das nicht nur rhetorisch ein wahrer Angstmacher. Hinter dieser Schlagzeilentechnik steckt allerdings keine Diagnose eines klinischen Zusammenbruchs, sozusagen etwas Präfinales, sondern lediglich der Hinweis darauf, dass die über vereinfachte Handelsbeziehungen hinausgehenden, größtenteils illusorisch gebliebenen „Werte“ völlig zum Teufel  gehen könnten bzw. dürften. Ewige Mahnung

Ich denke, es reicht, wenn die EU ihre äußeren Zwiebelschalen fallen lässt und sich zum Niemals-wieder-Krieg-Vertrag bekennt.

 

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Gegen das Zündeln an der EU-Ostfront

(hp) Unglaublich, diese Dummschwätzereien gewisser deutscher CDU-Politiker, die Außenminister Steinmeier dafür kritisieren, dass er ungeschminkt fordert, den Dialog mit Putin zu forcieren. Was sind das für Leute, die derart NATO-hörig und auf beiden Augen blind sind? – Schauen wir uns – als Beispiel – die Ukraine an:

Als der von der Jelzin-Ära hinterlassene ukrainische Saustall offenbar wurde, hatte der Westen nichts anderes zu tun, als einen Putsch zu veranlassen, der das alte KP-Regime ein- für allemal beseitigen sollte. Die Positionen der korrupten alten Garde nahmen nun „neue“ Männer ein, allen voran ein Schokoladenmilliardär. Allein schon die Frage, wie man in einem „Ukraine“ genannten Armenhaus so etwas werden kann, lässt meinen Hamster kotzen.

Im August 2014 hatte William Pfaff, einer der feinsinnigsten amerikanischen Kommentatoren, den Vereinigten Staaten vorgehalten, die Ukrainekrise durch den von ihnen veranlassten Putsch begonnen zu haben und dass er es nicht für unvorstellbar halte, dass diese in einem Krieg enden könne. Pfaff wurde damals publizistisch niedergemetzelt. Den von ihm vorausgesagten Krieg im Osten des Landes gibt es noch immer. Weil es der Westen nicht erlaubte, kam es nicht zu einer Autonomie für die mehrheitlich russisch sprechenden und vor allem russisch denkenden Bewohner des Donez, vor dem Zerfall der Sowjetunion eine ihrer industriellen Herzeige-Regionen. Die dank ihrer Finanzmacht treibenden Kräfte für das Nein des Westens waren und sind zwar keine Schoko-Barone, sondern ukrainischstämmige Milliardäre, die in den USA ihre Geschäfte, Finanzspekulationen und den Hass auf alles Sowjetische, pardon: Russische, pflegen.

Damit es nicht auch auf der Krim zu tagtäglichem Gemetzel komme, nahm Rußland die Halbinsel in Besitz. Das verlief ziemlich unblutig. Der Westen reagierte mit Restriktionen, unter denen insbesondere die Bevölkerung leidet.  Juristen der UNO sind nach wie vor uneins, ob Putin gegen das Völkerrecht verstoßen habe. Auch wenn dies der Fall gewesen sein sollte – der Berliner Mauerbau, das ganz nebenbei, war übrigens kein solcher Verstoß -, wird es meines Erachtens höchste Zeit, Russland nicht weiter zu isolieren. Putin ist kein dressierter Schokoladenbär und er wird auch nie nach westlicher Pfeife tanzen – aber reizen sollte man ihn nicht. Sondern mit ihm reden. Nichts anderes meint Steinmeier. Und wenn er gegen die NATO-Zündeleien an der östlichen EU-Grenze wettert, warnt er lediglich davor, diese Grenze zur Front umzuwandeln, alte Feindschaften wiederzubeleben und neue Feindschaften zu eröffnen.

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